Hamburg: Taxifahrer Hamid erzählt Fahrgästen seit Jahren diese Geschichte – sie ist wirklich irre

Diese Geschichte eines Taxifahrers aus Hamburg ist wirklich alles andere als alltäglich.
Diese Geschichte eines Taxifahrers aus Hamburg ist wirklich alles andere als alltäglich.
Foto: dpa/Montage MOIN.DE

Hamburg. Hamid Ahmadyar ist 49, wohnt im Norden von Hamburg und arbeitet als Taxifahrer. In seinem Job hat er schon viel Kurioses erlebt.

Doch eine Geschichte ist ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben. Denn vor einigen Jahren erhielt der Taxifahrer aus Hamburg über Funk einen Auftrag von der Polizei – und der war wirklich alles andere als alltäglich.

Hamburg: Polizei hat diesen Auftrag für den Taxifahrer

„Es wurde ein Fahrer gebraucht, der Russisch spricht“, erzählt Hamid MOIN.DE. Weil er in der früheren Sowjetunion, in Usbekistan, studiert hat, spricht er die Sprache.

Auf der Polizeiwache in Altona traf er dann auf einen Mann und eine Frau aus der Ukraine. Sie waren nach Deutschland gekommen, weil sie jemanden über das Internet kennengelernt hatten. Doch auf der Reise war ihr Telefon verloren gegangen.

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„Die wollten sich mit einer Frau aus Hamburg in der Innenstadt treffen und sollten anrufen, wenn sie dort sind“, erzählt der 49-Jährige. „Dann wollte die Frau sie abholen.“ Aber weil die beiden ihr Handy verloren hatten, waren sie aufgeschmissen.

„Sie wussten nur den Vornamen“

Sie hatten auch keinen Namen und keine Adresse. „Sie wussten nur den Vornamen“, sagt Hamid. Und dass die Frau wohl im Süden von Hamburg wohnt.

„Ich hab‘ gesagt: Leute wenn ihr keine Adresse wisst, wie soll ich die Person finden?“ Einer der beiden Ukrainer meinte dann, er hätte ein fotografisches Gedächtnis. Und Hamid solle in Richtung Elbtunnel fahren. „Die haben gesagt: ‘Dann finden wir sie‘“, erzählt der Taxifahrer.

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„Sie haben mir erzählt, dass die Person an einem Platz wohnt, wo ein Krokodil steht und ein liegender Dinosaurier“, berichtet er MOIN.DE. Insgesamt fünf Stunden lang hat Hamid mit den beiden nach dem Ort gesucht.

Große Suchaktion durch die ganze Stadt

„Ich war die ganze Zeit mit der Polizei in Kontakt“, sagt er. Die Polizisten unterstützten den Taxifahrer.

„Sie haben mir ein paar Adressen gegeben und ich hab‘ drei, vier Kollegen angerufen“, erzählt Hamid MOIN.DE. „Alle haben versucht, einen liegenden Dinosaurier und ein stehendes Krokodil in Hamburg zu finden.“

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Um halb drei Uhr nachts hat er dann die Suche aufgegeben. „Wir waren schon fast durch die ganze Stadt gefahren. Richtung Neugraben, Finkenwerder, Harburg, überall“, sagt der Vater von zwei Kindern. Also setzte er die beiden in einem Hotel in Altona ab.

„Da haben sie sich ein Zimmer genommen und ich bin weggefahren“, sagt er. Auch die Polizei hat Hamid darüber informiert.

Wie die Geschichte am Ende ausging?

So geht die Geschichte aus

„Ich glaube, die beiden haben die Frau am nächsten Tag gefunden“, vermutet der Taxifahrer. Denn sie hätten sich nicht mehr gemeldet. „Vielleicht hat sich die Gastgeberin bei der Polizei gemeldet und die beiden kamen so an ihr Ziel.“

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Auch wenn sie erfolglos war: Fürs Geschäft war die irre Taxifahrt prima. Denn weil die Taxi-Uhr die ganze Zeit mitlief, kam für Hamid Ahmadyar am Ende eine schöne Gegenleistung heraus.

Diese abgefahrene Geschichte wird ihm wohl für immer in Erinnerung bleiben. Deshalb erzählt er sie auch heute noch gerne seinen Fahrgästen.