Hamburg: Kater kommt in neue Familie – was ihn dort erwartet, ist schrecklich

Wie Menschen den Kater Omar entsorgten, ist herzlos (Symbolfoto).
Wie Menschen den Kater Omar entsorgten, ist herzlos (Symbolfoto).
Foto: IMAGO / Michael Schöne

Eigentlich sollte Kater Omar bei seiner neuen Familie in Hamburg schön haben. Doch für den Kater kam es ganz anders.

Als er vor zehn Jahren aus dem Tierheim Süderstraße in Hamburg an neue Besitzer vermittelt wurde, wusste der Kater noch nicht, welche Schrecken auf ihn zukommen würden.

Hamburg: Grausame, was der Kater erlebte

Am 8. März 2022 wurde der grau-weiße Perserkater in einem privaten Papiercontainer in der Bremer Straße 126 in Hamburg-Eißendorf gefunden. Als er im Müll entdeckt wurde, war er in einem sehr schlechten Zustand, er konnte nicht einmal mehr miauen, teilte der Hamburger Tierschutzverein (HTV) mit.

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Der etwa 13 Jahre alte Kater war apathisch, er war schwer verletzt, auf 1,6 Kilogramm abgemagert, dehydriert und sein Fell verfilzt. Außerdem waren seine Ohren stark verschmutzt. Eine HTV-Tierrettungsfahrerin brachte ihn in eine Tierklinik, danach kam er nach Stabilisierung seines Zustands ins Tierheim Süderstraße des HTV.

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Daten und Fakten zum Hamburger Tierschutzverein:

  • Vollständiger Name: Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. (HTV)
  • Sitz in der Süderstraße 399 im Hamburger Stadtteil Hamm
  • Zentrale Aufgabe ist der Betrieb des dortigen Tierheims
  • Der Verein hat über 5.000 Mitglieder und rund 90 Mitarbeiter im Tierheim
  • Jährlich werden bis zu 10.000 Tiere aufgenommen
  • Die jährlichen Kosten für das Tierheim belaufen sich auf fünf Millionen Euro
  • Die Hälfte der Summe wird durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften aufgebracht

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Hamburg: Der Kater musste erlöst werden

Dort stellten die Tierschützer fest, dass es sich um Omar handelt. Ebenso stellten sie fest, dass der Kater unter einer ausgeprägten chronischen Niereninsuffizienz litt.

Der Sektionsbefund ergab, dass das verstoßene Tier aufgrund eines Tumors an einer Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) litt. Dadurch waren einige innere Organe, vor allem die Niere, schwer geschädigt. Das bedeutete ein langes Leiden für den Kater: Er konnte vermutlich kaum noch fressen, da ihm ständig übel war. Zudem lief sein Stoffwechsel auf Hochtouren und das Herz wurde stark angetrieben, was zu ständigem heftigen Herzschlag und damit verbundenem ständigen Unwohlsein geführte.

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Aufgrund seines insgesamt schlechten Zustandes musste Omar am 11. März 2022 von seinem Leiden erlöst werden.

„Der Kater tut mir wirklich leid. Offensichtlich ist Omar über Jahre tiermedizinisch nicht versorgt worden. Wir können nur immer wieder an alle Tierhalterinnen und Tierhalter appellieren, mit ihrem Tier rechtzeitig zum Tierarzt zu gehen. Es ist mehr als grausam, ein chronisch krankes, altes Tier einfach im Müll zu entsorgen“, sagt Urte Inkmann, die tierärztliche Leitung des HTV.

Hamburg: HTV bittet um Hinweise

Die HTV-Tierschutzberatung versuchte erfolglos, die registrierten Halter/-innen zu erreichen. Daher stellte der HTV Strafanzeige gegen unbekannt und bittet nun um Hinweise, die der Polizei weiterhelfen könne.

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Wer am Fund-/Tatort auffällige Personen oder Handlungen beobachtete, oder den Kater Omar kennt, soll sich an die HTV-Tierschutzberatung: wenden. Ein Belohnung in Hohe von 500 Euro setzte der Hamburger Tierschutzverein. Die Tierschützer sind erreichbar, von montags und mittwochs von 10 bis 14 Uhr telefonisch unter der 040 211106-25. Oder per E-Mail an tierschutzberatung@hamburger-tierschutzverein.de. (mae)