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HVV in Hamburg: Das 9-Euro-Ticket ist Geschichte – so reist du trotzdem günstiger

Hamburg, meine Perle

Warum die Stadt so einzigartig ist

Die Tage des 9-Euro-Tickets sind mit dem 1. September gezählt. Ab dann müssen Reisende wieder tief in die Tasche greifen, wenn sie im HVV in Hamburg unterwegs sind.

Wer Bussen und Bahnen auch ohne 9-Euro-Ticket treu bleiben will, für den gibt es einige Angebote, die sich vielleicht lohnen. So viel Ehrlichkeit muss aber auch sein: So günstig wie in den letzten drei Monaten wird es nicht mal annähernd.

Sonderangebote im HVV in Hamburg

Der älteste und wohl einfachste Trick, beim Ticketkauf zu sparen, ist die App des HVV. Dort sind Einzelkarten, Tageskarten und Co. in der Regel deutlich günstiger als am Automaten.

So kostet eine Einzelkarte in den ersten beiden Ringen am Automaten 3,50 Euro, in der App hingegen „nur“ 3,26 Euro. Eine Ganztageskarte schlägt an den Bahnhöfen oder in Bussen mit 8,20 Euro zu Buche, in der App sind es 7,63 Euro.

HVV in Hamburg: Ein Zug der U2 fährt in den Hauptbahnhof ein. Foto: IMAGO / Beautiful Sports

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Der HVV bietet jetzt zudem eine 5er-Tageskarte an. Sie ist über die App erhältlich, gilt 30 Tage lang und kostet 29,5o Euro (im Hamburg AB-Bereich). Gegenüber dem Einzelkauf lassen sich so immerhin 23 Prozent sparen. Trotzdem ist das Angebot natürlich immer noch deutlich teurer als das 9-Euro-Ticket.


Das ist der HVV in Hamburg:

  • Der Hamburger Verkehrsverbund ist ein Verkehrs- und Tarifverbund, der das Hamburger Stadtgebiet und umliegende Gebiete in Schleswig-Holstein und Niedersachsen umfasst.
  • Der HVV wurde am 29. November 1965 gegründet.
  • Der Hamburger Verkehrsverbund hat eine Struktur mit einer Verbund-Dachgesellschaft. „Dachgesellschaft“ ist die HVV GmbH mit Sitz in Hamburg. 
  • Zum HVV gehören unter anderem die Hamburger Hochbahn AG und die S-Bahn Hamburg GmbH unter der Deutschen Bahn.

HVV in Hamburg: Für 36 Euro mit ProfiTicket

Die nächste Offerte im HVV in Hamburg ist das Flex-Abo. Kunden, die im Monat August 2022 kein Abo haben, können noch bis zum 14. September mit einem Aktionscode (FLEX-ABO22) ein „Flex-Abo“ abschließen. Der Clou: Der Fahrpreis für das Flex-Abo beziehungsweise die dazugehörige Startkarte wird erst ab dem 1. Oktober 2022 erhoben, bis dahin fährt man gratis.

Das wohl beste Preis-Leistungsverhältnis bietet aktuell das Sonderangebot zum ProfiTicket für Arbeitnehmer: Für den Zeitraum vom 1. September 2022 bis 31. Dezember 2022 kostet ein ProfiTicket monatlich 36 Euro (9 Euro pro Woche).


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Und für alle HVV-Abonnenten gibt es immerhin einen kleinen Bonus für den September obendrauf: In dem Monat können sie an Samstagen, Sonntagen ganztägig sowie montags bis freitags ab 11 Uhr jeweils bis 6 Uhr des Folgetags unabhängig vom eingetragenen Geltungsbereich im hvv Gesamtbereich (Ringe A-H) reisen und eine weitere Person und drei Kinder zwischen 6 und 14 Jahren mitnehmen.

Fazit: alles ganz nett, was der HVV so anbietet, aber an das 9-Euro-Ticket, das deutschlandweit gültig war, kommt keines der Angebote auch nur annähernd ran. Der Druck auf die Politik ist aktuell hoch, bald einen würdigen Nachfolger zu präsentieren.

Hamburg setzt auf bundesweite Lösung

Hamburgs rot-grüner Senat setzt eine bundesweite Lösung. Oppositionsparteien in der Bürgerschaft sehen aber auch die Regierung des Stadtstaates in der Pflicht.

Eine „Ausbau- und Preisoffensive“ für den Nahverkehr, zumindest eine Absage an Preiserhöhungen, wenn nicht deutlich sinkende Ticketpreise lauten zum Beispiel Forderungen. Solche Schritte seien „losgelöst von einer Entscheidung des Bundes“, heißt es etwa bei der Linken.

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Im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) waren insgesamt rund 3,5 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft worden. Zudem profitierten 680.000 Abonnentinnen und Abonnenten, die während der Aktion ebenfalls nur 9 Euro für ihre Dauerkarte zahlen mussten.

Die Zahl der Fahrgäste in Bussen, Bahnen und Fähren im HVV habe im Sommer erstmals wieder auf dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 gelegen, im Juni vor Beginn der Ferienzeit sogar leicht darüber, berichtete der Verkehrsverbund und schreibt einen großen Anteil an diesem Aufwärtstrend dem 9-Euro-Ticket zu.