Peter Tschentscher mit harter Corona-Kritik: „Ist natürlich schief gelaufen“

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher kritisiert erneut die Impfstoffbeschaffung.
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher kritisiert erneut die Impfstoffbeschaffung.
Foto: IMAGO / Bernd Elmenthaler

Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen gibt es deutschlandweit weiterhin strenge Beschränkungen. Der Lockdown wurde zuletzt bis zum 7. März 2021 verlängert. Derweil kritisiert Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erneut die EU für ihr Management bei der Beschaffung von Impfstoffen.

Bereits vor Kurzem richtete Peter Tschentscher harte Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesregierung (MOIN.DE berichtete).

Peter Tschentscher mit heftiger Corona-Kritik

„Die Impfstoffbeschaffung in der EU ist natürlich schief gelaufen. Es wurde zu spät bestellt. Es wurde gerade jetzt für den Beginn zu wenig bestellt. Und deswegen dauert es jetzt zu lange“, sagte Peter Tschentscher gegenüber der „Bild“-Zeitung.

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Der Bürgermeister forderte als Konsequenz sowohl von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) als auch vom Europäischen Parlament nicht nur die Aufarbeitung der Vorgänge, sondern auch Beratungen über mögliche Konsequenzen.

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Das ist Peter Tschentscher:

  • Peter Tschentscher wurde am 20. Januar 1966 in Bremen geboren
  • Seit März 2018 ist Tschentscher (SPD) Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Er hat in Hamburg Medizin studiert und promoviert
  • Seine Stelle am UKE gab er auf, als er 2011 Finanzsenator wurde
  • Er hat einen erwachsenen Sohn und lebt mit seiner Frau in Barmbek

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Peter Tschentscher ist optimistisch

Auf lange Sicht ist der Hamburger jedoch optimistisch: „Ich kann mir vorstellen, dass wir im Sommer sehr viel besser dastehen“, sagt Tschentscher in der „Bild“.

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Denn man hätte noch leichte Mittel wie eine Maskenpflicht. Aber: „Viel wichtiger ist doch, dass die Kultur wieder beginnen kann, dass wir wieder Sport machen.“

Peter Tschentscher: Corona-Infektionen in Hamburg steigen

Derweil ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg am Montag um 187 gestiegen. Das sind 69 Fälle mehr als am Vortrag und einer mehr als am Montag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, liegt unverändert bei 67,7. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Virus Gestorbenen liegt laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) unverändert bei 1.196 (Stand: Sonntag).

Laut der Behörde liegen in den Hamburger Krankenhäusern mit Stand Freitag 328 Corona-Patienten, davon werden 74 auf der Intensivstation behandelt. (oa)