Aida: Lohnen sich All-Inclusive-Tarife? Kreuzfahrt-Urlauber macht Test und zieht ein eindeutiges Fazit

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Von Jahr zu Jahr stechen mehr Touristen in See. Kreuzfahrten werden weltweit immer beliebter. Auch immer mehr Deutsche machen Urlaub auf hoher See.

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Wer eine Kreuzfahrt mit der Aida bucht, steht vor einer wichtigen Frage, die mitunter viel Geld sparen kann: Lohnt es sich, einen der All-Inclusive-Tarife oder ein Getränkepaket zu buchen? Wer in seinem Urlaub nicht auf Internet und/oder viele Getränke an Bord verzichten möchte, für den könnte das möglicherweise eine Alternative sein.

Vor allem wenn man mit dem Alkohol erst einmal angefangen hat und in Trinklaune ist, kann es mit den normalen Bordpreisen über den Aida-Urlaub verteilt ganz schön teuer werden.

Aida: Getränkepaket ist in All-Inclusive-Tarifen enthalten

Wer sich jetzt besonders angesprochen fühlt, der dürfte froh sein, dass es für Reisende mit den Getränkepaketen und All-Inclusive-Angeboten immerhin die Möglichkeit gibt, zu sparen. Unter Umständen.

Die Getränkepakete müssen mindestens drei Tage im Voraus auf „myAIDA“ gebucht werden, spontan an Bord ist es nicht mehr möglich. Die Pakete sind quasi eine Flatrate zum Trinken – nicht nur für Alkohol. So enthält zum Beispiel das „Aida Comfort Deluxe“-Getränkepaket Cocktails und Mixgetränke, Weine und Sekt, Bier, Milchshakes und Froozies, Fruchtsäfte und normale Sofgetränke. Kosten: Ab 34,90 Euro pro Person und Tag. Das Paket ist außerdem in den All-Inclusive-Tarifen „Aida Vario all inclusive“ und „Aida premium all inclusive“ für Erwachsene automatisch enthalten, genau wie eine Social-Media-Flat.

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Und nun also die große Frage: Lohnt sich so ein All-Inclusive-Tarif? Hier kommt es vor allem auf das individuelle Trinkverhalten an. Ein Mann, der sich die gleiche Frage stellte, machte jetzt einen Selbsttest an Bord und kam für sich zu einem eindeutigen Fazit. MOIN.DE darf seine Erfahrungen von der „Aida Prima“ teilen. „Wir wir hatten 5 1/2 Tage Zeit, die Bars zu plündern“, heißt es in seinem Bericht.

Aida: Urlauber macht Rechnung auf

Insgesamt habe seine Balkonkabine für zwei Personen 1.600 Euro gekostet, plus 300 Euro für das All-Inclusive-Paket. Von diesen zieht er 30 Euro für die Social-Media-Flat ab und kommt letztlich auf 270 Euro fürs Trinken an Bord.

Zu dem Paket der beiden zählten ihm nach 85 Prozent der Barkarte: „Die Getränke in der Tapas Bar sowie ein sehr Leckerer Rotwein im French Kiss, das Bier im Brauhaus (nicht das selbstgebraute) und Specials wie ein sehr leckeren Bratapfel Punch beim Auslaufen in Flâm. Ich habe nun die Bordrechnung durchgerechnet und bin auf Gesamtkosten von 692,60 Euro gekommen.“ 129 Euro davon seien Souvenirs und Trinkgelder gewesen, die restlichen 563,60 Euro Getränke an den Bars. Das ist mal eine stattliche Summe.

Gut, dass der Reisende diese nicht bezahlen musste, weil er ja für 270 Euro den All-Inclusive-Tarif gebucht hatte und so ungefähr halb so günstig wegkam.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2022) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Das Fazit des Aida-Urlaubers ist deswegen sehr eindeutig: „Wenn man gerne Abends Cocktails trinkt (mit oder ohne Alkohol), tagsüber mal Milchshakes, ein Bierchen zum Frühshoppen und einen leckeren Wein in den Bedienrestaurants, kann ich das All-Inclusive-Paket nur sehr empfehlen. Ich finde es super, dass Aida nun auch ein All-Inclusive anbietet und hoffe das, dass das so bleibt.“

Der Mann möchte aber betonen, dass er nicht jeden Tag nur an der Bar gesessen habe. „Wir hatten in Flam einen Tagesausflug, in Haugesund und Stavanger waren wir auch für ungefähr 2-3 Stunden vom Schiff und haben es uns an einem Seetag für drei Stunden Abends in einer Wellnesssuite gut gehen lassen. Wir waren 2x im Fench Kiss, 2x in der Tapas Bar und 1x im Brauhaus Frühshoppen, sonst nur im Markt / Weite Welt und Bella Donna Restaurant.“

Aida: Die Reaktionen auf den Bericht

Viele Menschen diskutieren den Erfahrungsbericht des Mannes. Manche kritisieren, dass in dem Tarif immer noch nicht komplett alle Getränke enthalten seien. Zum Beispiel „Kurze“ nicht.

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Auch andere Aida-Urlauber, die gerne mal was an Bord trinken, berichten, sie hätten ähnliche Erfahrungen wie der Mann gemacht und auf ihrer Kreuzfahrt ungefähr die Hälfte gespart, weil sie Getränke dank des All-Inclusive-Paketes nicht bezahlen mussten.

Andere wiederum berichten, sie würden auf Kreuzfahrt nicht so viel trinken, deswegen lohne sich das Angebot auch nicht.

Die All-Inclusive-Angebote sind eher was für Genießer, die es sich gutgehen lassen an Bord. Wer etwas sparsamer ist, der bucht die Tarife nicht und legt seinen Fokus auf den Fahrten eher auf die Buffetrestaurants, wo es Bier, Wein und Softgetränke sowieso immer kostenlos gibt. (rg)