Aida: Aus der Traum-Reise wird ein Höllen-Trip! Kreuzfahrt-Gäste fühlen sich „entsorgt“

5 Dinge, die du noch nicht über Aida wusstest

5 Dinge, die du noch nicht über Aida wusstest

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Kreuzfahrten mit Aida erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Urlaubssaison naht, die Sehnsucht nach exotischen Reisezielen wächst. Gleichzeitig trüben jedoch auch immer größere Sorgen die Vorfreude auf den Schiffs-Urlaub.

Immer wieder machen Reisende mit der Aida unangenehme Erfahrungen in Sachen Corona. Die Crew versalzte erst kürzlich einige Passagieren gehörig das Vergnügen auf hoher See (>>> hier mehr lesen). Nun packten erneut zwei ehemalige Gäste über die Zustände und Vorgehensweisen an Bord aus.

Aida: Die Traum-Kreuzfahrt wird zum Höllen-Trip

Nachdem MOIN.DE über das unrühmliche Ende einer traumhaft begonnenen Reise mit Aida berichtetet hatte, erreichten unsere Radaktion zahlreiche Zuschriften. Auch Fabian Korte war Ende März mit einem Dampfer von Aida Cruises unterwegs – und wurde „von Bord geworfen“, wie er es beschreibt.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2022) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Gerade mal zehn Minuten habe die Crew ihm und seiner Tochter eingeräumt, um die „Aida Cosma“ zu verlassen. Der Grund: Zwei positive PCR-Tests. Doch als die beiden voller Enttäuschung bereits im Zug nach Hause saßen, wurde es erst richtig haarsträubend: Die Ergebnisse der Tests waren falsch!

Kortes Bericht liest sich wie der verzweifelte Hilferuf eines von Aida auf einer einsamen Insel der Ohnmacht Zurückgelassenen. „Gestrandet“ sei er nach dem anscheinend grundlosen Reiseabbruch. Um 22 Uhr saß er mit seiner Tochter am Bahnhof – neue Test ergaben: Beide waren zu dem Zeitpunkt negativ.

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Kein Einzelfall auf der Aida

Von einem anderen Kreuzfahrt-Albtraum erzählte uns Sandra Paas. Die passionierte Kreuzfahrerin war im Januar mit der Aida unterwegs und fühlt sich „entsorgt“ vom Kreuzfahrt-Riesen. Zu der Zeit der Reise verlangte die Reederei einen negativen Antigen-Test. Mit entsprechenden Testergebnissen im Gepäck flogen Paas und ihr Mann nach Dubai.

Am Hafen-Terminal folgten weitere Tests, später ein heftiger Schock. Nachdem sie das Ehepaar Paas das Schiff bereits erobert hatte, wurden die beiden Kreuzfahrt-Liebhaber plötzlich über Lautsprecher ausgerufen. Ein PCR-Test habe angeschlagen, hieß es. Also: Quarantäne!

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Infiziert war letztendlich nur Frau Paas, ihr Mann Kontaktperson. Schnell seien die beiden auf ihre Kabine verwiesen worden, Reisepässe und Zahnbürsten lagen noch an der Rezeption. Während die plötzlich positiv Getesteten innerlich mit ihrer Traumreise abschlossen, klopfte es an der Kabinentür.

„Wie im Film“ beschreibt Sandra Paas die unwirkliche Szenerie: Zwei Männer in Schutzanzügen verlangten, dass die beiden umgehend das Schiff verließen. Sein Gepäck sollte das unglückliche Pärchen noch schnell selbst in Folie einwickeln – zur Sicherheit.

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Aida-Reise hinterlässt Spuren

Eine „Gute Reise“ habe man den beiden gewünscht, dann standen die Zwei wieder an Land – und vor den Trümmern ihrer Wunsch-Reise.

Paas fühlt sich nicht nur um ihre Reise betrogen, sondern auch um die anschließende Betreuung verprellt. Ihre Reisepässe erhielten die beiden zwar zurück, doch danach ging es in ein Hotel in Dubai, das dem Schrecken der Reise noch ein weiteres, dunkles Kapitel hinzufügen sollte.

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Wie reagiert Aida auf die Vorwürfe?

Den Ausgestoßenen boten sich erschütternde Zustände im Hotel. Schimmel, zugeklebte Fenster und eine kaputte Toilettenspülung sorgten für Tränen, so berichtet es die Frau.

Bei allem Verständnis für die Konsequenzen der Infektion – zur Art und Weise meint Paas: „Für uns ist immer noch nicht tragbar, auch wenn bereits über zwei Monate verstrichen sind, wie Aida uns behandelt hat.“

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Nun versucht das Paar, die Reisekosten von Aida zurückzufordern, inklusive Mehraufwand für die turbulente Rückreise, den die Paas' selbst stellten. Bis heute habe Aida Cruises nicht reagiert, heißt es.

Und auch bei uns meldete sich der Kreuzfahrt-Riese trotz mehrfachen Anfragen nicht, um Stellung zu den Vorfällen zu nehmen. (wip)