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Aida: Menschen wollen in den Kreuzfahrt-Urlaub – es endet, bevor es richtig losgeht

Aida Cara und Flugzeug von Tui Fly
Die Anreise zu ihrer Aida-Kreuzfahrt ging für eine Urlauberin schief. Foto: picture alliance, IMAGO/Eibner

Nicht nur für Kreuzfahrer kann eine Reise zurzeit einiges an Mehraufwand mit sich bringen. An Flughäfen ist deutschlandweit das Chaos ausgebrochen. Teilweise kommt es zu langen Wartezeiten oder Flugstreichungen. Auch eine Aida-Kundin machte jetzt ein unschönes Erlebnis.

Denn die Anreise zu ihrer Kreuzfahrt lief für die Frau nicht so entspannt wie erhofft. Der eigentlich geplante Flug zum Aida-Schiff ging nicht wie geplant vonstatten und der Tag endete im Chaos.

Aida-Kreuzfahrt muss noch warten

Von Frankfurt nach Korfu fliegen und dann die Kreuzfahrt mit der Aida genießen – das war der eigentliche Plan der Urlauberin. Doch der Anreisetag lief ganz anders als gehofft. Weil Airport und Airline für Chaos sorgten.

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Zuerst hatte die Urlauberin „ewig“ im Check-in des „Tui Fly“-Flugzeuges gestanden. Nachdem die Sicherheitskontrolle schnell ging, kam das verzögerte Boarding. „Da war klar, dass wir niemals pünktlich starten“, erzählt sie unserer Redaktion.

Eine Maschine von „Tui Fly“ am Flughafen Frankfurt (Symbolfoto). Foto: IMAGO / HEN-FOTO

Daten über Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2022) besteht die Flotte aus 13 Schiffen
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Kein Start für das Flugzeug der Aida-Reisenden

Im Flugzeug angekommen kam dann auch direkt die Info: „Keine Kofferladecrew da, der Co-Pilot steht am Gepäckband und verspätet sich auch.“ Das Flugzeug konnte das Abflug-Zeitfenster nicht einhalten und musste warten.

„Der Flieger war wieder auf Parkposition“, heißt es von der Urlauberin. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt sie: “ Als wir dann um 16.30 Uhr zur Startbahn über den ganzen Flughafen rollten und endlich starten wollten, leuchtete die Triebwerklampe auf.“

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Debakel am Frankfurter Flughafen

Die Passagiere hätten laut der Aida-Urlauberin noch eine Stunde im stickigen Flieger gewartet. Schließlich ging es mit dem Bus zum Terminal zurück – für sie im letzten Bus. „Kaum angekommen hieß es, zurück zum Flugzeug“, erzählt sie.

„Wir standen auf der Treppe und dann hieß es, alle wieder zurück.“ Die Passagiere seien dann noch einmal kontrolliert worden. Nach einer Weile sei dann bekanntgegeben worden, dass ein zweiter Fehler aufgetaucht sei.

Nach dem ganzen hin und her ging es dann traurigerweise zurück nach Hause für die Urlauberin. Bis zum nächsten Tag bekam sie keine Info. „Mitreisende haben die Hotline angerufen, da gibt es aber natürlich wieder unterschiedliche Aussagen.“. Jetzt heißt es auf den Flieger nach Triest hoffen, der am Montag oder Dienstag fliegen soll. Vielleicht. Mit Glück kommt die Urlauberin dann noch verspätet zu ihrem Aida-Schiff, vielleicht aber auch gar nicht.


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Auch anderenorts Probleme

Viele Menschen zeigten sich zuletzt ernüchtert wegen abgesagter Flüge. Das Chaos bei den Airlines und Flughäfen schreck Kunden ab. Leidtragende sind Reedereien wie die Aida, die keine Schuld für die Probleme trifft.

Marc B. meldete sich bei MOIN.DE und berichtet von seiner Schwägerin, die zuletzt mit einem Flug ab Paderborn in den Urlaub wollte. Statt um 11.30 Uhr zu starten, wurde dieser auf 13.30 Uhr verlegt und fiel letztlich sogar ganz aus.

Die „Aida Cosma“. Foto: picture alliance / rtn – radio tele nord | rtn, ute strait

Statt mit „Alba Star“ sei es laut Marc B. dann in der Nacht mit „Sundair“ zur „Aida Cosma“ gegangen. Ein feiner Schachzug der Reederei: Das Schiff wartete auf die verspäteten Gäste aus dem Flieger, was in der Regel üblich ist, wenn es sich um Zubringer-Flüge für Aida-Kreuzfahrten handelt.