Büsum platzt aus allen Nähten! Was das bedeutet, bekommen Urlauber zu spüren

Urlauber waten durch das Watt in Büsum.
Urlauber waten durch das Watt in Büsum.
Foto: picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt

Küstenorte wie Sankt Peter-Ording oder Büsum sind in diesem Jahr wieder sehr beliebt bei Urlaubern. Zu beliebt? Katharina Schirmbeck, Tourismus-Direktorin von Sankt Peter-Ording, hat diese Frage kürzlich damit beantwortet, dass ihr keine Beschwerden wegen Überfüllung aufgefallen seien.

Und wie sieht es weiter südlich in Büsum aus? Mancher Urlauber, der in diesen Sommer dort Urlaub macht, beantwortet die Frage eindeutig: Ja, es ist zu voll. So beispielsweise ein Mann, der seit 45 Jahren in den Küstenort an der Nordsee fährt. Und er ist nicht der Einzige, der das so sieht.

Büsum: „Sicherlich schön für diesen Ort“

In einer Facebook-Gruppe für Büsum-Fans berichtet ein weiterer Urlauber, der seit Jahren hierher kommt, dass seine Vorfreude dieses Mal eher getrübt worden sei.

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Er habe feststellen müssen, dass Büsum langsam aus allen Nähten platze, so der Mann. Einen Tisch in den Restaurants zu bekommen, ohne drei Monate vorher reserviert zu haben, sei schier unmöglich.

Weiter schreibt er: „Es ist sicherlich schön für diesen Ort, dass der Tourismus hier so floriert, aber wenn die Familienlagune schon keine Gäste wegen Überfüllung mehr reinlässt, muss irgendjemand sich mal Gedanken machen, wie man dies in Zukunft in den Griff kriegt.“ Das sei kein Meckern, er wolle das einfach nur feststellen, so der Mann, der seinen Beitrag mit „ein Büsumfreund“ unterzeichnet.

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Das ist Büsum:

  • Büsum ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.
  • Der Hafenort liegt direkt an der Nordsee. Er ist seit dem 19. Jahrhundert Seebad.
  • Nach Übernachtungszahlen ist Büsum nach Sankt Peter-Ording und Westerland der drittgrößte Fremdenverkehrsort an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste.
  • Ursprünglich war Büsum eine Insel mit mehreren Dörfern, seit 1585 ist es mit dem Festland verbunden.
  • Der Ausflugs- und die Fischereihafen prägt das Ortsbild; die Büsumer Krabben sind auch überregional bekannt.

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Denn eins ist klar: Die Urlauber, die es in diesem Jahr wie in den Jahren zuvor schon nach Büsum zieht, entscheiden sich ja bewusst für den Küstenort. Weil er ihnen besonders gut gefällt. Weil sie genau hier Urlaub machen möchten.

In den Kommentaren des Beitrags stimmen einige dem Mann zu. „Uns ging es genauso“ ist zu lesen und: „Genau das haben wir uns auch gedacht“.

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Dass es unter den vielen Menschen, die gerade in Büsum sind, auch solche gibt, die nicht gerade rücksichtsvoll umgehen, zeigt dieses Beispiel: Eine Frau berichtet in der Gruppe von Rauchern, die an der Perlebucht eine Kippenmülldeponie hinterlassen hätten.

„Schon mal etwas von Umweltbewusstsein gehört?“, fragt sie. Sie bedankt sich herzlich beim DLRG. Die Rettungsschwimmer hätten ihr Utensilien zur Entsorgung der Kippenreste zur Verfügung gestellt.

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5 Tipps für Urlaub an der Nordsee:

  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum
  • Niedersachsens Küste: Neuharlingersiel, Dangast, Greetsiel

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Büsum: Hier gibt es eher noch freie Liegeplätze

MOIN.DE hat kürzlich mit dem Tourismusverantwortlichen in Büsum gesprochen. Olaf Raffel, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Service Büsum GmbH, sagt, es könne in diesen Tagen bis Mitte August aber tatsächlich passieren, dass nicht jeder einen Liegeplatz finde, weil jetzt die Hochphase sei und überall gleichzeitig Ferien.

Er gibt Urlaubern ohne Strandkorb den folgenden Tipp: Richtung Hochhaus und Kurpark gebe es eher noch freie Plätze. „Unsere Servicekräfte sind vor Ort und helfen bei Fragen jederzeit sehr gerne weiter.“

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Der Urlauber, der findet, dass Büsum aus allen Nähten platzt, überlegt übrigens, künftig in der Nebensaison nach Büsum zu kommen. „Büsum ist ja zu jeder Zeit schön und dann bestimmt auch entspannter.“ Damit dürfte er Recht haben. (kbm)