Camping an der Ostsee: Was Camper hier machen, ist unglaublich dreist

Camping an der Ostsee ist sehr gefragt (Symbolbild)
Camping an der Ostsee ist sehr gefragt (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa | Frank Molter

Corona hat den Camping-Boom im ganzen Land befeuert! Die Ostsee ist und bleibt dabei ein beliebtes Reiseziel.

Man möchte meinen, dass die Menschen wissen, wie man sich dabei zu verhalten hat. Ein aktuelles Beispiel von der Ostsee zeigt allerdings, dass dies nicht so ist. Was manche Camping-Fans hier gemacht haben, ist ziemlich dreist.

Camping an der Ostsee: Müll einfach in der Natur entsorgt

Zwei Frauen, die sich mit dem Verhalten von Campern auskennen, sind Rosemarie Marxen-Bäumer, Leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Geltinger Bucht, und die Leiterin des Ordnungsamtes Sandra Legant.

+++ Camping: Darauf solltest du achten, wenn du einen Camper mietest +++

„Wir bekommen so viele Wohnmobile gemeldet, wie nie zuvor“, sagt Legant dem „Flensburger Tageblatt. Die Rückmeldung aus den Gemeinden betrifft demnach keine Wohnmobil-Fahrer, sondern Wohnmobile, die Straßen und Plätze dicht parken, so dass keine anderen Fahrzeuge, insbesondere Rettungsfahrzeuge, durchkommen

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Viele Touristen seien „ganz schön dreist“, weiß Marxen-Bäumer von Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden. Nicht nur das widerrechtliche Parken ist gemäß „Flensburger Tageblatt“ ein Problem – auch der Müll und die Toilettenrückstände werden einfach in der Natur entsorgt.

Camping an der Ostsee: Verstöße wegen wilden Campens

Die großen Fahrzeuge besetzen große Flächen. Besonders dreist ist diese Aktion: „Einige hängen die Verbotsschilder mit Handtüchern oder Plastiksäcken zu“, erzählt Sandra Legant.

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Die Lage wurde so brisant, dass das Ordnungsamt Gegenmaßnahmen einleitete. „Schweren Herzens“, so Marxen-Bäumer. Denn die Urlaubsregion freut sich über Gäste.

Doch weder neue Hinweisschilder an den beliebtesten Stellplätzen in der Region, noch freundliche Aufforderungen halfen. Und so wurden gemäß des Berichts allein im Mai innerhalb von fünf Wochenenden 200 Verstöße wegen wilden Campens und Verstoß gegen das Landesnaturschutzgesetz sowie falsches Parken festgestellt.

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Sich an Camping-Regeln zu halten lohnt sich also gleich aus mehreren Gründen – der Umwelt, den Einheimischen und dem eigenen Portemonnaie gegenüber. (kbm)