Camping: Darauf solltest du achten, wenn du einen Camper mietest

Urlaub mit einem Wohnmobil ist aktuell voll im Trend.
Urlaub mit einem Wohnmobil ist aktuell voll im Trend.
Foto: IMAGO / Rene Traut

Trotz der Lockerungen macht die Corona-Pandemie weiterhin viele Reisepläne zunichte. Flugreisen ins Ausland kommen für viele Urlauber noch nicht in Frage. Dafür können sich immer mehr Deutsche für einen heimischen Camping-Urlaub begeistern.

Die inländischen Buchungen auf den Camping-Plätzen in der vergangenen Saison sind laut Statista um 15 Prozent gestiegen. Auch Wohnmobile sind derzeit sehr gefragt und werden auch beim Gebrauchtkauf immer teurer. Laut der ARAG wurden 2020 rund 42 Prozent mehr Wohnmobile zugelassen als noch im Vorjahr. Auch greifen viele Urlauber auf die Möglichkeit zurück, sich einen Camper zu mieten.

Camping: Vorteile bei privater Vermietung

Vor allem aus privater Hand sind die Preise oft günstiger als bei einem gewerblichen Anbieter, heißt es in einer Pressemitteilung der ARAG. Zudem sei der Austausch oft viel direkter, da man es nur mit einer Person zu tun hat. Dabei sollte man jedoch einiges beachten.

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Mit dem Vermieter können sich Camping-Neulinge zudem über Tipps austauschen. Dies könnte vor allem für ungeübte Wohnmobilisten besonders hilfreich sein. Auch kennt der private Vermieter sein Fahrzeug besser als gewerbliche Anbieter seine Flotte.

Camping: Vor der Probefahrt gründlich einweisen lassen

Zudem sollte jeder eine Probefahrt machen. Zuvor erfolgt die Fahrzeugeinweisung, was bei gewerblichen Anmietungen ebenfalls üblich ist.

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Hierbei ist es wichtig zu wissen, wo und was getankt wird und auch ganz praktische Dinge, wie etwa das Entleeren des Abwassertanks, der Wechsel der Gasflasche oder die Benutzung diverser technischer Vorrichtungen.

Und auch Fahrzeugdetails wie zum Beispiel Höhe, Breite und Gewicht des Wohnmobils sind wichtige Voraussetzungen, um sich sicher mit dem fahrbahren Campingwagen im Straßenverkehr bewegen zu können. Wer seinen Privatvermieter mit auf Probefahrt nimmt, erhält Tipps zum Fahrzeug direkt vor Beginn des Urlaubs.

Camping: Zulassung für Wohnmobil holen

Vor dem langersehnten Urlaub geht die Sicherheit vor. Mieter sollten daher drauf achten, dass das privat angemietete Fahrzeug die Zulassung als sogenanntes Selbstfahrervermietfahrzeug hat. Nur so besteht ein gewerblicher Vollkaskoschutz. Ohne diesen Zusatz im Fahrzeugschein müssen Mieter im Schadensfall Reparatur-Kosten aus eigener Tasche zahlen.

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Hierbei kann bereits ein Blick auf die TÜV-Plakette auf dem Kennzeichen weiterhelfen: Selbstfahrervermietfahrzeuge müssen einmal jährlich zur Hauptuntersuchung. Ist das TÜV-Siegel also noch länger als 12 Monate gültig, ist das Fahrzeug nicht entsprechend zugelassen.

Vor der Fahrt sollten Vermieter und Mieter gemeinsam den Wagen von außen und innen auf bereits vorhandene Schäden untersuchen und diese schriftlich im Mietvertrag oder in einem Übergabeprotokoll dokumentieren.

Camping: Tätigkeit beim Finanzamt angeben

Auch alle beweglichen Gegenstände, wie etwa das Geschirr, Campingmöbel, Fahrradträger oder Bettwäsche, sollten schriftlich festgehalten werden.

In den Mietvertrag gehören ebenfalls der Mietpreises, die Mietzeit, die Selbstbeteiligung im Schadensfall und die Kaution. Auch der Rücktritt vom Vertrag für beide Parteien sollte darin festgehalten werden.

Wer seinen Camper regelmäßig vermietet, dem wird empfohlen, dies beim Finanzamt angeben und eine Gewerbeanmeldung erwägen. Steuern müssen gezahlt werden, wenn der jährliche Reingewinn mehr als 256 Euro beträgt. (oa)