Flensburg: Peinlich! Stadt gibt Corona-Panne zu

Flensburg galt einige Zeit lang als Corona-Hotspot.
Flensburg galt einige Zeit lang als Corona-Hotspot.
Foto: picture alliance/dpa

Mehrere Wochen lang galt Flensburg als Corona-Hotspot. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen in der Stadt wieder beruhigt.

Doch nun kommt ein peinlicher Fehler der Stadt ans Licht. Mitten in der Corona-Hochphase stellte Flensburg die Datenübertragung vom Fax auf digitale Kanäle um. Deshalb sind acht Fälle doppelt gezählt worden.

Flensburg: Teilweise mehrfach angekommen

Die Labore hätten positive Befunde zunehmend nicht mehr per Fax, sondern elektronisch an die Gesundheitsämter gemeldet – mit dem Deutschen Elek­tro­ni­schen Melde- und Infor­ma­tions­system für den Infek­tions­schutz (Demis) des Robert-Koch-Instituts.

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„In diesem Übergangszeitraum kamen die Befunde zur gleichen Person teilweise mehrfach per Fax und via Demis an, zuweilen mit unterschiedlichen Schreibweisen oder auch Vertauschung von Vor- und Nachnamen“, zitiert „shz.de“ Stadtsprecher Christian Reimer.

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Das ist Flensburg:

  • Die kreisfreie Stadt Flensburg ist nach Kiel und Lübeck die drittgrößte Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein
  • Flensburg liegt am Ende der Flensburger Förde, dem westlichsten Punkt der Ostsee, und an der nördlichen Grenze der Halbinsel Angeln
  • Die Hafenstadt gliedert sich in 13 Stadtteile und 38 statistische Bezirke
  • In Flensburg leben rund 90.000 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Die Stadt liegt direkt an der dänischen Grenze und galt lange Zeit als Zentrum der dänischen Minderheit. Heute leben rund 2.300 Dänen in Flensburg (Stand: Dezember 2019)
  • Bundesweit bekannt ist die Stadt vor allem durch die vom Kraftfahrt-Bundesamt gespeicherten „Punkte in Flensburg“

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Die acht doppelt gemeldeten Fälle seien im Nachhinein identifiziert und bereinigt worden. Die erste Doppelerfassung erfolgte demnach am 14. Dezember, die letzte 10. Februar.

Die Doppelerfassung hatte laut dem Stadtsprecher keinen Einfluss auf die in dem Zeitraum geltenden Corona-Maßnahmen. Diese waren aufgrund der hohen Inzidenzen streng gewesen.

Flensburg war Corona-Hotspot – jetzt gibt es gute Nachrichten

Flensburg war Anfang des Jahres schwer gebeutelt von der Pandemie. Die Stadt hatte sich zum Corona-Hotspot entwickelt. Die Virus-Variante B1.1.7 hatte sich rasant ausgebreitet. Die Stadt ergriff harte Maßnahmen wie eine Ausgangsbeschränkung (MOIN.DE berichtete).

Sie appellierte an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, sich an die Regeln zu halten. Die Verantwortlichen waren sich bewusst, dass sie diesen viel abverlangten.

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Die Maßnahmen und das Verhalten der Flensburgerinnen und Flensburger in der Pandemie sollten sich auszahlen: Heute hat die Stadt eine sehr tiefe Sieben-Tage-Inzidenz. Sie war zuletzt auf zehn gesunken. (kbm)