Fynn Kliemann wehrt sich gegen „ZDF Magazin Royal“-Attacke – hat er was zu verbergen?

Fynn Kliemann, Gründer des Kliemannslands nimmt Stellung zu einem Fragenkatalog von Jan Böhmermanns „ZDF Magazin Royal“.
Fynn Kliemann, Gründer des Kliemannslands nimmt Stellung zu einem Fragenkatalog von Jan Böhmermanns „ZDF Magazin Royal“.
Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich

Vor einiger Zeit teilte „ZDF Magazin Royale“-Moderator Jan Böhmermann in seinen Instagram-Storys Videos, in denen er den YouTuber und Unternehmer Fynn Kliemann parodiert.

Nun konfrontierte die Redaktion der Sendung Fynn Kliemann mit Fragen zu seinen Einkünften, auf die der selbsternannte Heimerwerker-King mit einem ausführlichen Video anwortete. Was hat Böhmermann vor? Und hat Kliemann was zu verbergen?

„ZDF Magazin Royale“ konfrontiert Fynn Kliemann

Als Ort, an dem angeblich alles möglich gemacht werden kann und Träume wahr werden, gründete Fynn Kliemann vor vielen Jahren das Kliemansland im niedersächsischen Elsdorf. Lange Zeit hieß der YouTuber viele freiwillige Helfer auf seinem Hof willkommen, die ihn und seine Mitarbeiter bei unterschiedlichen Projekten unterstützten.

Viele Helfer habe er zwar immer noch, aber diese würden mittlerweile bezahlt und seien zu verschiedenen Konditionen beim Klimannsland angestellt, erklärt Kliemann später in einem Video.

Nun recherchiert Jan Böhmermanns „ZDF Magazin Royale“ zum Kliemannsland und konfrontiert Fynn Kliemann mit einem ausführlichen Fragenkatalog. Dass die Hintergründe der Recherche den YouTuber in ein schlechtes Licht rücken könnten, ist offensichtlich. In seinen Sendungen lässt Jan Böhmermann nur selten ein gutes Haar an den Protagonisten seiner Berichterstattung.

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Auch die zahlreichen Videos, die Böhmermann seit einigen Wochen immer mal wieder in seiner Story auf Instagram teilt, zeigen, welches Bild er von Fynn Kliemann vermitteln möchte. Böhmermann, der dabei die Rolle des kreativen Kliemannsland-Gründers einnimmt, zeigt sich als egoistischer Tyrann, der Profit über Menschlichkeit stellt und freiwillige Arbeiter ausbeutet. Das entspricht ganz und gar nicht dem Image, das sich Fynn Kliemann über Jahre aufgebaut hat.

Fynn Kliemann selbst ließ es sich nicht entgehen, in seinen eigenen Storys auf Instagram darauf zu reagieren. Nun nimmt der subtile Schlagabtausch neue Dimensionen an. Auf einen langen Fragenkatalog der „ZDF Magazin Royale“-Chefredakteurin mit dem Betreff: „Konfrontation ZDF Magazin Royal“ antwortet Kliemann mit einem knapp 30-minütigen Video.

Fynn Kliemann ist Transparenz wichtig

Ihm sei Transparenz wichtig und deshalb gebe er die Antworten auf die Fragen öffentlich und würde sie nicht an einen Anwalt weiterleiten. Investigativen Journalismus und das Hinterfragen von Dingen würde er grundsätzlich unterstützen. Und weil das Schreiben zu lange dauern würde, nehme er dieses Video auf, erklärt Kliemann.

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In den Fragen geht es um die Einnahmen aus der Veröffentlichung seiner Musik, einer Spendenaktion, zu der Kliemann aufgerufen und für die er selbst eine hohe Summe gespendet haben soll, um Gewinne aus Merchandise und Fanartikeln, die Produktion von Schutzmasken zu Beginn der Pandemie, dem Verkauf von digitalen Vermögenswerten (NFTs) und natürlich auch um seine Mitarbeiter und deren Arbeitsbedingungen.

Im Verlauf des Videos zeigt sich Kliemann transparent, beantwortet die meisten Fragen ausführlich und gesteht sogar Fehler ein. An der einen oder anderen Stelle habe es Missverständnisse gegeben, die er nun aufklären wolle.

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Fynn Kliemann befürwortet die Arbeit des „ZDF Magazin Royale“

Anstatt gegen das „ZDF Magazin Royale“ zurückzuschießen, zeigt er sich verständnisvoll und will Jan Böhmermann den Wind aus den Segeln nehmen. „Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen. Investigativer Journalismus ist total wichtig und wenn man niemanden durchleuchtet, dann machen alle, was sie wollen“, sagt Kliemann zum Ende seines Videos.

Fynn Kliemann zieht aus Böhmermanns Videos seine eigenen Schlüsse: „Mit der Keule auf Social Media auf jemanden einzukloppen, führt dazu, dass diese Person sich verändert.“ Am Ende des Tages wolle er sich weiterentwickeln und außerdem sei es gut, wenn man sich gegenseitig auf Fehler hinweise.

„ZDF Magazin Royale“ lässt Bombe platzen

Update vom 7. Mai 2022

Bereits einen Tag vor der regulären Veröffentlichung der Sendung war das Video zu Fynn Kliemann in der ZDF-Mediathek und auf YouTube abrufbar. Darin konfrontierte Jan Böhmermann den Kliemannsland-Gründer mit schweren Betrugsvorwürfen, die in der E-Mail der Redaktion nur knapp angeschnitten und in Fynn Kliemanns Video-Statement nicht gänzlich aufgegriffen wurden.

Was das „ZDF Magazin Royale“ aufdeckte und wie Fynn Kliemann darauf reagiert, erfährst du hier. (kl)