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Hund in Ostfriesland von Mann erstochen – die Leute wollen harte Konsequenzen

Ein Mann spaziert mit seinem Golden Retriever (Symbolfoto). Foto: IMAGO / Shotshop

Es ist ein richtig übler Vorfall, der sich in Ostfriesland vor einigen Wochen abspielte. Am 4. August soll dort ein 66-Jähriger gegen 7.15 Uhr mit seinem Hund, einem Labrador Retriever, auf dem Wanderweg von der Straße „Rosmarienheide“ in Richtung Bentgrasweg spazieren gegangen sein.

In dem Ort in Ostfriesland kam ihm dann ein weiterer Spaziergänger entgegen. Der hatte nicht nur einen Hund dabei, sondern gleich zwei.

Hund in Ostfriesland erstochen

Der 66-Jährige hielt seinen Golden Retriever laut Darstellung der Polizei daraufhin fest, bis der andere Hundehalter um die Ecke gebogen war.

Danach soll das Drama seinen Lauf genommen haben. Als der Mann seinen Hund wieder losließ, soll dieser „ungeplant“ dem anderen Halter und seinen beiden Tieren nachgelaufen sein.

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Der 66-Jährige rannte noch hinterher, dann folgte der Schock: Sein Hund begegnete ihm schwer blutend. Der Golden Retriever starb noch vor Ort.

Der andere Mann, ein 69-Jähriger aus Rhauderfehn, behauptete, dieser habe angegriffen – daraufhin habe er ein Taschenmesser „Schweizer Art“ zu seinem Schutz rausgeholt und das Tier abgewehrt.

Hund in Ostfriesland: Konsequenzen gefordert

Am Sonntag (28. August) fand nun ein Trauermarsch in Rhauderfehn in Ostfriesland statt. Das Thema schlägt hohe Wellen in der Region. Eine Frau schreibt in den sozialen Medien:

„Ich habe so mitgeweint, als ich die Geschichte gelesen habe. Wie kann man einen Hund nur mir nichts, dir nichts erstechen? Daran, dass es Notwehr gewesen sein soll, glaube ich auch nicht. Ich wünsche der Familie ganz viel Kraft und hoffe, dass der Täter seine gerechte Strafe bekommt.“


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Der verstorbene Hund heißt „Balu“. 133 Menschen nahmen laut „Ostfriesland-Zeitung“ an dem Trauermarsch teil. „Wir wollen, dass es Gerechtigkeit gibt. Und dass endlich das Gesetz geändert wird, dass das Tier auch vor Gericht als Familienmitglied gesehen wird“, sagte Einwohnerin und Organisatorin Inge Winkelmann dem Blatt.

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Die Menschen zogen auch am Tatort vorbei, wo ein Kreuz steht und Blumen niedergelegt wurden. Menschen berichteten laut „Ostsee-Zeitung„, dass sie Angst hätten, auf dem dunklen Wanderweg entlangzulaufen. Ein Mann will sogar während eines Spaziergangs von einem Unbekannten als „Messerstecher“ beschimpft worden sein.

Die Ermittlungen zu dem Fall laufen.