„Mein Schiff“-Passagier erinnert sich an eine traurige Szene – „Tat schon weh“

Noch vor der Abfahrt hat „Mein Schiff“-Passagier Sönke Schröder (links unten im kleinen Bild) eine traurige Szene beobachtet.
Noch vor der Abfahrt hat „Mein Schiff“-Passagier Sönke Schröder (links unten im kleinen Bild) eine traurige Szene beobachtet.
Foto: imago/penofoto & Sönke Schröder

Für die Kreuzfahrtbranche war 2020 alles andere als ein erfolgreiches Jahr. Das gilt auch für die „Mein Schiff“-Flotte von Tui Cruises: Monatelanger Stillstand, eine verzweifelte Crew, die auf dem Meer festsitzt (MOIN.DE berichtete) sowie ständige Absage und spontane Routenänderungen (MOIN.DE berichtete).

Doch die „Mein Schiff“-Fans mussten nicht vollständig auf Kreuzfahrten verzichten. Im Juli startete die Reederei mit den „Blauen Reisen“. Sönke Schröder aus Kiel hat gleich drei Touren unternommen.

„Mein Schiff“-Reisen ohne Landausflüge

Ende Juli ging es für den „Mein Schiff“-Fan von Hamburg bis Kristiansand in Norwegen. Vom Hygienekonzept der Reederei sei er sofort überzeugt gewesen.

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„Natürlich hat man immer das Risiko im Kopf“, erzählt er im Gespräch mit MOIN.DE. „Aber es gab umfassende Hygienemaßnahmen.“ Landausflüge waren auf den „Blauen Reisen“ nicht möglich.

Die Touren bestanden lediglich aus Seetagen – für Sönke Schröder kein Problem. „Dabei komme ich massiv runter“, erklärt er. Dadurch dass insgesamt weniger Fahrgäste an Bord waren, hätte man deutlich mehr Platz gehabt. Für den Familienvater lief „alles völlig entspannt.“

Trauriges Erlebnis im „Mein Schiff“-Terminal

Dass kann leider nicht jeder Passagier behaupten. Bei der letzten Reise, die Sönke Schröder unternommen hat, ist die Fahrgäste direkt im Terminal auf das Coronavirus getestet worden.

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„Da ist der Schutz noch größer“, findet der Kieler. An Bord befinde man sich dann in einem geschlossenen System mit getesteten Menschen, „wie in einer Sicherheitsblase“.

Doch genau dabei hat der Kieler eine traurige Beobachtung gemacht. Er sah, wie einer jungen Familie der Zuritt zum Schiff verweigert wurde – der Test sei wohl positiv ausgefallen.

Familie wird Zutritt auf „Mein Schiff“ verweigert

„Das tat schon fast weh“, sagt Sönke Schröder. Er selbst war mit seiner Frau und seinem 15-jährigen Sohn unterwegs. „Wenn man sich als Familie freut, noch einmal wegzukommen – das ist schon schade.“

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Daten und Fakten zu „Mein Schiff“:

  • Insgesamt sieben Kreuzfahrtdampfer zählen zur „Mein Schiff“-Flotte der Reederei Tui Cruises
  • Die gesamte „Mein Schiff“-Flotte fährt unter der Flagge von Malta, daher gibt es auch keine Umsatzsteuer an Bord
  • Die Reederei hat ihren Firmensitz in Hamburg
  • Bis voraussichtlich 2026 sollen drei neue „Mein-Schiff“-Kreuzer gebaut werden
  • Insgesamt ca. 6.980 Besatzungsmitglieder sind an Bord der Schiffe für Tui Cruises im Einsatz

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Auf den Touren haben dem „Mein Schiff“-Fan vor allem die großen Shows gefehlt. „Und wenn man irgendwo vorbeifährt, wäre man schon gerne auch mal an Land“, fügt er hinzu.

Die meisten „Mein Schiff“-Passagiere halten sich an Regeln

Trotzdem hat er die Seetage genossen – wie auch die meisten anderen Passagiere. An Bord hätte eine wunderbare Atmosphäre geherrscht und die Mehrheit hätte sich an die Hygieneregeln gehalten.

Mit Ausnahme von einem älteren Herren. „Das war der einzige Passagier, der negativ aufgefallen ist“, erinnert sich Sönke Schröder.

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Er haben beispielsweise die Abstände nicht eingehalten und seine Maske nicht über die Nase gezogen. „Der Mann musste ein paar Mal angesprochen werden“, erzählt der Kieler MOIN.DE.

„Mein Schiff“ sagte weitere Reise ab

Aber die meisten Leute „waren total glücklich über die Möglichkeit, auf Kreuzfahrt gehen zu können.“ Eigentlich hätte Sönke Schröder eine weitere „Blaue Reise“ unternehmen wollen, doch wie viele andere „Mein Schiff“-Fans musste er eine Absage wegstecken.

„Wir haben aber schon damit gerechnet“, erklärt er MOIN.DE. Die nächste Reise ist aber bereits gebucht: In den kommenden Herbstferien will er mit seiner Familie wieder an Bord gehen.

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Bis dahin vergehen also noch einige Monate. Mit Glück ist bis zu seiner Reise wieder mehr Normalität in der Kreuzfahrt-Branche eingekehrt.