„Mein Schiff“: Krasse Aufnahmen! DAS passiert, wenn der Dampfer im Katastrophengebiet anlegt

Kreuzfahrt: Diese Haushalts-Gegenstände sind an Bord verboten

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Während die Temperaturen im Winter in Deutschland unter den Gefrierpunkt fallen, erfreut man sich rund um Gran Canaria, Teneriffa und Co. an angenehmen 22 Grad. Aus diesem Grund sind die zu Spanien gehörenden kanarischen Inseln ein beliebtes Reiseziel in dieser Zeit. Aktuell umrundet auch der Kreuzfahrt-Riese „Mein Schiff“ die Vulkaninseln im Atlantik.

Dabei machte die „Mein Schiff 3“ kürzlich vor der Insel La Palma fest. Seit Wochen hält dort hält der aktive Vulkan rund um den Cumbre Vieja die Menschen in Atem. Zahlreiche Einheimische haben ihr Zuhause verloren. Trotzdem landen inzwischen wieder Kreuzfahrt-Touristen an. An Bord des Dampfers sorgte der Besuch für heftige Aufnahmen.

„Mein Schiff“-Fans diskutieren über La Palma-Besuch

Noch immer brodelt es auf der Kanareninsel. Die Lavamengen haben mittlerweile mehr als 1.000 Hektar Land und 2.600 Gebäude zerstört. 7.000 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, 700 Millionen Euro Schaden sind bereits entstanden.

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Dass mitten in dieser Katastrophenlage Kreuzfahrt-Schiffe La Palma umrunden, hat in den vergangenen Wochen für Diskussionen gesorgt (MOIN.DE berichtete). Während einige von voyeuristischem Katastrophentourismus sprechen, betonen andere die Bedeutung des Tourismus für die Insel.

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Daten und Fakten zu „Mein Schiff“:

  • Insgesamt sieben Kreuzfahrtdampfer zählen zur „Mein Schiff“-Flotte der Reederei Tui Cruises
  • Die gesamte „Mein Schiff“-Flotte fährt unter der Flagge von Malta, daher gibt es auch keine Umsatzsteuer an Bord
  • Die Reederei hat ihren Firmensitz in Hamburg
  • Bis voraussichtlich 2026 sollen drei neue „Mein-Schiff“-Kreuzer gebaut werden
  • Insgesamt ca. 6.980 Besatzungsmitglieder sind an Bord der Schiffe für Tui Cruises im Einsatz

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So auch ein Kreuzfahrt-Urlauber, der derzeit auf der „Mein Schiff 3“ unterwegs ist. Am Montag legte das Schiff am Hafen in Santa Cruz an. „Wir waren in La Palma auch von Bord. Die Menschen waren dankbar für unseren Besuch. Verständlich, denn seit Corona ist der Tourismus ja fast auf Null auf der Insel“, erzählt der Passagier MOIN.DE.

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Vor einem Jahr sei er bereits auf der Route unterwegs gewesen. „Es war schlimm die vielen geschlossenen Bars und Läden zu sehen“, so der Mann..

„Mein Schiff“: Asche überzieht das Schiffsdeck

Vor La Palma erlebten die Passagiere in dieser Woche auch eindrucksvoll die Auswirkungen des Ausbruchs. Heftige Aufnahmen, die zeigen, wie das Deck des Dampfers binnen kurzer Zeit mit einer Schichte Asche überzogen war, teilte der Mann in einer Facebook-Gruppe.

Gerade erst haben die örtlichen Behörden auf der Insel eine Ausgangssperre verhängt. Grund dafür ist die Warnung vor gesundheitsschädlichen Gasen als Folge der Eruption. 3.000 Menschen einer Gemeinde sollen ab sofort Zuhause bleiben.

Tatsächlich löst die Situation auf der Insel nicht nur Faszination aus. „Man war fasziniert und gleichzeitig bedrückt, da man ja sehr gut die Beleuchtung der Dörfer sehen konnte. Man musste zwangsläufig daran denken, was für eine Not und Angst dort seit zwei Monaten besteht“, berichtet der „Mein Schiff“-Reisende.

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Einige Kreuzfahrt-Fans finden beim Anblick der Fotos deswegen die Insel „sollte nicht mehr angefahren werden“ und halten die Besuche für „unverantwortlich“. Andere wiederum meinen: „Die Einwohner von La Palma begrüßen ausdrücklich den Besuch von Touristen. Ohne diese ist die Insel wirtschaftlich tot.“

Kürzlich hat Tui Cruises angekündigt, eine Spendenaktion für die gebeutelte Insel zu starten. Das immerhin wäre ein Anfang, um den Bewohnern wirklich zu helfen. (mik)