NDR-Magazin nimmt vegane Fisch-Alternativen ins Visier – Experte reagiert knallhart

Im NDR-Magazin sprechen Experten: Kann tierfreier Fisch mithalten (Symbolbild)?
Im NDR-Magazin sprechen Experten: Kann tierfreier Fisch mithalten (Symbolbild)?
Foto: imago images/Geisser, imago images/Patrick Scheiber, imago images/Shotshop

Im Laufe der Jahre hat sich die Lebensmittelbranche deutlich weiterentwickelt und auch vegane Alternativen sind immer häufiger in den Regalen der Supermärkte zu finden. Vom Fleisch über Fischstäbchen bis hin zum Lachs kann man mittlerweile nahezu jedes tierische Produkt durch ein pflanzliches ersetzen. Der NDR hat das Sortiment beim Fisch-Ersatz nun unter die Lupe genommen.

Tierfreier Fisch besteht oft aus Soja- oder Weizenprotein. Der Geschmack ist teilweise sehr nah am Original. NDR lässt einen Experten sprechen und klärt die Frage auf, die vielen bei diesem Thema in den Kopf kommt: Kann das gesund sein?

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NDR: Warum zur Alternative greifen?

Immer wieder brechen die Menschen durch ihren Fleisch- und Fischkonsum Rekorde und die Tendenz ist weiter steigend, wie die Welternährungsorganisation prognostiziert. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 4,1 Kilogramm Fisch und Fischereierzeugnisse pro Kopf gegessen.

Diese unglaublichen Rekordmengen haben verheerende Folgen für die Umwelt und führen zu nachhaltigen Problemen für unser Ökosystem. Dass bereits jetzt knapp 35 Prozent der Fischbestände auf der Welt überfischt sind, ist einer der erschreckenden Wahrheiten dahinter. Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 400.000 Tonnen Fischereierzeugnisse produziert.

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Das ist der NDR:

  • Hinter dem NDR steckt der Norddeutsche Rundfunk
  • Der NDR ist seit 1954 Landesrundfunkanstalt für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein
  • Zentralsitz des NDR ist in Hamburg
  • Mit seinem Programm deckt der NDR Fernsehen, Radio sowie Onlinedienste ab

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Eine weitere negative Folge für unser Ökosystem: Der Fisch, der noch zu fangen ist, ist mittlerweile oft mit Chemikalien oder Antibiotika belastet. Dahinter stecken Aquakulturen: Kontrollierte Fischzucht auf teilweise engstem Raum, aus der ein Großteil der Fischereierzeugnisse hervorgehen. Dadurch lässt sich auch hier von Massentierhaltung und seinen Folgen sprechen.

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NDR-Magazin nimmt Ersatz-Produkte unter die Lupe

Auch wenn die tierfreien Fisch-Produkte noch eher Nischenprodukte in den Supermärkten sind, wird die nachhaltige Alternative immer interessanter für die Menschen. Das wird auch am steigenden Angebot erkennbar: Die Regale füllen sich mit immer mehr Alternativen.

Und diese schmecken mittlerweile täuschend echt wie der tierische Fisch. Genau das macht viele Menschen skeptisch: Wie kann etwas Pflanzliches so sehr nach Fisch schmecken? Viele Hersteller setzen auf Algenextrakte.

Tatsächlich sind die Aromen der Produkte aber auch teilweise rein synthetisch, also chemisch im Labor hergestellt. Für Form und Konsistenz werden oft Gelier- und Verdickungsmittel genutzt.

Experte spricht knallhart beim NDR-Magazin

Genau an diesem Punkt wird es dann kritischer. Wie der NDR berichtet, halten Ernährungswissenschaftler insbesondere den Zusatzstoff Methylcellulose für schwierig. Dieser kann langfristig und regelmäßig konsumiert, die Darmschleimhaut schädigen und damit zu Entzündungen führen.

Auch Zuckerarten, Bindemittel und Stabilisatoren sind nicht selten in den Alternativ-Produkten zu finden. Zutaten, die auf Dauer natürlich ebenfalls nicht unbedingt positive Effekte mit sich bringen. Hochverarbeitete Lebensmittel wirken sich generell negativ auf die Darmgesundheit aus, weshalb Ernährungsexperten davon abraten, häufig solche zu konsumieren.

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NDR-Magazin berichtet: So gut können Alternativen mithalten

Ein Faktor, bei dem die veganen Produkte noch nicht ganz mithalten können, ist der Eiweißgehalt. Auch wenn die Soja- oder Weizenprotein-Basis ebenfalls Eiweiß liefert, ist der Gehalt im Vergleich zum richtigen Fisch deutlich geringer.

Beim Omega 3-Gehalt können pflanzliche Produkte dagegen oft gut mithalten. Auch wenn die essenziellen Fettsäuren hier nicht direkt enthalten sein können, bringen Lein- oder Rapsöl diese in das fertige Endprodukt.

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Letztlich richtet sich hier also der Gesundheitsfaktor auch nach Konsumverhalten. Wer viel zu viel konsumiert, kann Schäden davontragen. Übergeordnet betrachtet keine Überraschung. Man sollte also auch hier auf ein ausgewogenes Verhältnis achten.

Wer sich einen Überblick über einige der angebotenen Alternativ-Produkte und deren Inhaltsstoffe verschaffen möchte, der kann bei der Verbraucherzentrale Hamburg vorbeischauen.

>> Hier geht es zum gesamten Bericht des NDR-Magazins. (lfs)