Norderney: Dieses Verhalten verärgert die Insulaner – „Solche Gäste braucht niemand“

Viele Fahrradfahrer sind auf Norderney auf einem Weg unterwegs, wo Radeln verboten ist. (Symbolbild)
Viele Fahrradfahrer sind auf Norderney auf einem Weg unterwegs, wo Radeln verboten ist. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Manngold

Es ist ein beliebter, bekannter und gut besuchter Ort auf der Insel Norderney: Der Zuckerpad. Auf diesem kleinen Weg mitten in der Natur wandern viele Menschen bis zur Weißen Dünen.

Doch der Pfad sorgt immer wieder auch für hitzige Diskussionen auf Norderney. Grund ist ein Verbot, das eigentlich seit über einem Jahr dort gilt.

Norderney: Hier ist Radfahren verboten

Seit April 2020 ist das Fahrradfahren hier nämlich nicht mehr erlaubt. Zu eng ist der Weg, der mitten durch die Landschaft führt. Radler und Fußgänger kamen sich regelmäßig ins Gehege.

Ein Schild zu Beginn des Zuckerpads macht seither auf das Verbot aufmerksam. Dennoch scheint es einige Menschen nur wenig zu interessieren, dass sie hier auf ihr Fahrrad verzichten müssen.

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Das ist Norderney:

  • Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln und liegt in der Nordsee
  • Norderney ist nach Borkum die zweitgrößte Insel dieser Inselgruppe
  • Norderney hat eine Fläche von 26,29 Quadratkilometern
  • Norderney ist eine Düneninsel, die mit der Zeit aus von der Meeresströmung angespültem Sand gewachsen ist

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Eine Frau hat sich deshalb in einer Facebook-Gruppe für Norderney-Fans zu Wort gemeldet. In einem Beitrag lässt sie ihrem Ärger über die Situation an dem beliebten Wanderweg freien Lauf. „Unglaublich, wie viele Radfahrer das ‚Fahrräder verboten‘-Schild für den Zuckerpad ignorieren oder zu blöd sind, es zu lesen… Heizen hier her und klingeln sich einen Wolf… Möchte mir gar nicht ausmalen, was bei sonnigem Wetter hier auf dem Weg los ist“, schreibt sie. „Vielleicht sollte das Verbot mal jemand von der Gemeinde/Stadtverwaltung vor Ort überprüfen“, regt sie an.

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Norderney: Kontrolle am Zuckerpad

Andere Insulaner und Besucher schließen sich ihr an. „Echt ätzend... man sollte sich gefälligst an die Regeln halten“, findet eine Frau. „Solche Gäste braucht niemand. Das erleben wir schon seit Jahren so“, berichtet eine andere Anwohnerin. „Das interessiert keinen und die Radfahrer beschimpfen die Fußgänger noch“, schreibt ein Mann.

Doch es gibt auch Menschen, die das Verbot bedauern. „Es war immer so schön, da mit dem Rad lang zu fahren“, kommentiert eine Frau. „Ich bedauere es sehr, dass ich den Zuckerpad nicht mehr befahren kann“, schreibt ein Mann. „Die Sperre ist die falsche Maßnahme.“

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Mittlerweile hat die Gemeinde offenbar reagiert. Wie ein Anwohner in der Gruppe berichtet, habe er keine Radler mehr auf dem Pfad angetroffen, nachdem das Ordnungsamt eine Kontrolle durchgeführt habe.

Ein weiterer versteht die ganze Aufregung nicht und hofft auf mehr Verständnis: „Die bösen Radfahrer, die bösen Fußgänger, die bösen Autofahrer. Einfach mal mit gegenseitiger Rücksichtnahme versuchen. [...] Die meisten sind doch im Urlaub, die sollten doch tiefenentspannt sein.“ (mik)