Nordsee: Baby-Seehunde wollen in die Freiheit, aber dazu müssen sie erst eine Hürde überwinden

Ein Seehund beugt sich über die Reeling eines Schiffes auf der Nordsee.
Ein Seehund beugt sich über die Reeling eines Schiffes auf der Nordsee.
Foto: picture alliance/dpa

Verwaiste Seehunde an der Nordsee landen oft in der Seehundstation Friedrichskoog, wo sie von einem Experten-Team gepflegt und aufgepäppelt werden.

Nach einer Weile wildern Leiterin Tanja Rosenberger und ihr Team die Tiere aus und bringen sie zurück in die Nordsee. Doch dafür muss dringend eine Bedingung erfüllt sein.

Nordsee: Die Heuler haben kräftig zugelegt

Alle Heuler haben in den letzten Tagen kräftig zugelegt, heißt es in der NDR-Sendung „Seehund, Puma & Co.“. Das Filmteam war zu Besuch in der Seehundstation Friedrichskoog.

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Drei Heuler haben gemäß den Pflegern besonders gute Chancen, dass es schon bald ausgewildert werden: Thor, Odin und Tiffy.

In der Doku steht Tiffy im Fokus. Sie wird geduscht und dann auf die Plattform getragen, wo sie abgehorcht wird.

Tanja Rosenberger ist sehr zufrieden mit Tiffy. Sie sei kaum wiederzuerkennen, „nicht mehr das kleine, schmale Hemd, das sie einmal war“. Tiffy habe eine sehr gute Entwicklung hingelegt. „Deshalb wäre es natürlich auch schön, wenn jetzt alles gut ist und sie bei der Auswilderung schon mit dabei ist.“

Für die Auswilderung gibt es allerdings eine Bedingung: Die Tiere müssen gesund sein.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Am Ende seien die Ergebnisse der Blutprobe das Entscheidende sagt Stationsleiterin Rosenberger. Entzündungsmäßig müsse alles okay sein und die Blutwerte im Normbereich.

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Seehund oder Kegelrobbe?

  • Bei beiden Tieren handelt es sich um Robben-Arten
  • Seehunde sind die häufigste Robben-Art auf Sylt, ihr Bestand im gesamten Wattenmeer beläuft sich auf circa 40.000 Tiere
  • Die Kegelobbe ist das größte Raubtier Deutschlands, ihr Name kommt von ihren kegelförmigen Zähnen, der Bestand liegt bei circa 8.000 Tieren
  • Seehunde werden bis zu 1,80 Meter groß, Kegelrobben bis zu 2,60 Meter
  • Kegelrobben bringen ihre Jungen im Dezember und Januar zur Welt. Bei der Geburt haben sie schneeweißes Fell, das sogenannte Embryonalfell, das nach circa vier Wochen verschwindet
  • Seehunde bringen ihre Jungen im Juni und Juli zur Welt. Sie wechseln ihr Fell noch im Mutterleib

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Das Gesundheitszeugnis der Seehunde wird am Ende der Behörde vorgelegt, die für die Auswilderung zuständig ist.

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Es bleibt also noch spannend für Tiffy. So wie sie sich gibt und aussieht, stehen die Chancen allerdings gut, dass sie schon bald raus ins Meer darf.

Die ganze Folge von „Seehund, Puma & Co.“ kannst du dir >>> hier in der Mediathek ansehen.