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Ostsee: Dieser Ort ist zum Fürchten – nachts wird es richtig gruselig

Nordsee vs. Ostsee

Das unterscheidet beide voneinander

Gleich zwei verlassene Orte faszinieren Touristen in Kiel vor der Ostsee-Küste. Sie sind schaurig-schön, aber stammen aus dunklen Zeiten.

Zum Einen gibt es in der Fördestadt an der Ostsee das große Gelände der ehemaligen kaiserlichen Marine-Arrestanstalt, das seit 20 Jahren nicht mehr genutzt wird (hier mehr dazu). In der Nazizeit war die Anstalt ein Ort des Schreckens – zum Tode verurteilte Matrosen saßen hier ein.

Ostsee: Gut Lindenhof seit Jahrzehnten verlassen

Auch ein weiterer Ort nördlich von Kiel stammt aus dem finsteren Kapitel deutscher Geschichte: Fotografisch einzigartig, bei Nacht gruselig steht mitten in einem Wald bei Mönkeberg das 1944 verlassene Gut Lindenhof.

Über den Lost Place ist nur wenig bekannt. Einst wohnte dort die Familie Stubenrauch. Nur Eines ist gewiss: der alte Admiral Felix Stubenrauch ließ dort eine Kapelle als Andenken an seine Großmutter bauen. Und die ist bis heute erstaunlich gut erhalten.

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Felix Stubenrauch war bis 1907 Marinekommissar des Kaiser-Wilhelm-Kanals (Nord-Ostsee-Kanal) und mehrere Jahre Gemeindevertreter in Mönkeberg.

Wie das „archiv.sh“ schreibt, verstarb der Admiral 1931. Sein Witwe bekam 1934 sogar Besuch von Reichspräsident Paul von Hindenburg kurz vor dessen Tod.


10 Tipps für Urlaub an der Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

Ostsee: Als wäre die Zeit stehengeblieben

Wie es weiter heißt, wurde der Lindenhof im Zweiten Weltkrieg von Bomben getroffen und stark beschädigt. Vom ehemaligen Herrenhaus sind heute nur noch die Grundmauern erhalten, ebenso die alte Eingangstreppe und der östliche Teil als Wohnhaus.

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Die Urnen aus der gut erhaltenen Kapelle wurden laut „archiv.sh“ wegen Vandalismus an dem Gebäude in den siebziger Jahren auf den Kieler Südfriedhof verlegt.

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Das ist die Ostsee:


Das Gut Lindenhof taucht im Lost-Place-Reiseführer von Tui auf. Dort sind in einer interaktiven Map 100 verlassene Orte zusammengestellt, deren Besuch sich lohnen soll. Lost Places erzielen auf viele Menschen eine große Faszination. Kultur- und Erziehungswissenschaftlerin Elke Wehrs sagt dazu:

„Lost Places haben sehr viel mit Identität zu tun. Woher komme ich? Wer bin ich eigentlich? Was ist meine Heimat? Spannend ist die Geschichte der vergessenen und geheimnisvollen Gebäude. Sie sind mehr als nur ‚alte Steinhaufen‘. Sie erzählen viel über eine gelebte Vergangenheit. Warum beschäftige ich mich mit der Ästhetik alter Gebäude? Weil ich etwas vorfinde, als ob die Zeit stehen geblieben sei. Ich finde Spuren der Vergangenheit.“

Ein weiterer, besonderer Ort steht an der Ostsee bei Lubmin. Er ist ziemlich groß und wird von zahlreichen Schaulustigen besucht. >>> Hier kannst du mehr dazu lesen.