Ostsee: Urlaub über Ostern? Diese Preise könnten alles verderben

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Was sind die Unterschiede zwischen Nord- und Ostsee?

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Urlaub an der Ostsee, eine kleine Auszeit an der Küste – für viele Menschen gehört das Verreisen über die Oster-Tage fest dazu. Küsten-Liebhaber sehen sich nun allerdings mit heftigen Preisen konfrontiert.

Von „noch nie dagewesenen Kostensteigerungen“ ist an der Ostsee die Rede. Betroffen sind sowohl Früh- als auch Spontan-Bucher. Worauf müssen sich Urlauber jetzt einstellen?

Ostsee: Ein düsteres Fazit

Auch im hohen Norden sind die Konsequenzen des brutalen Konflikts in der Ukraine deutlich spürbar. Steigende kosten für Energie, Wareneinkauf und Personal haben das Gastgewerbe fest im Griff.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Im Vergleich zu Vor-Pandemiezeiten fallen die Preisanstiege besonders heftig aus. Lars Schwarz, Präsident des Dehoga-Landesverbandes, zieht gegenüber der „OZ“ ein düsteres Fazit: „An allen Küstenfronten haben wir es mit maximalen, noch nie da gewesenen Kostensteigerungen zu tun“.

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Neben explodierenden Kosten für Gas uns Strom nennt Schwarz den bis zum 1. Oktober stufenweise ansteigenden Mindestlohn, als Kostentreiber. In der Konsequenz müssen Hotel- und Gastronomiebetreiber an der Ostsee zehn bis fünfzehn Prozent aufschlagen.

Ostsee: Vor allem Sie müssen draufzahlen

In Zahlen: Vor einem Jahr kostete ein 50-Liter-Fass Bier noch zwischen 85 und 90 Euro. Aktuell schlägt ein solches Fass mit 110 Euro zu Buche.

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Der Preis-Boom betrifft zwar alle Urlauber, doch vor allem für kurzentschlossene wird es teuer. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die viele Urlauber dazu animierten, spontan ihre Urlaube zu buchen, dürften nun ein bitteres Comeback feiern.

Auch auf den beliebten Urlaubs-Inseln Usedom und Rügen wird es teurer. Für ein Doppelzimmer im Hotel Baltic auf Usedom kostet derzeit etwa 27 Euro mehr als im Vor-Pandemie-Jahr 2019.

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Das Hotelliers und Gastronomen die Preise anziehen, ist jedoch nicht allein die Folge von gestiegenen Einkaufskosten für die Unternehmer. Durch die Corona-Pandemie verabschiedeten sich derart viele Mitarbeiter, dass nun mit fairen Löhnen entgegengesteuert werden müsse, so Hotel-Betreiber Tim Dornbusch.

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Ostsee: Deutschland ist nicht die Türkei

Dornbusch ist sich sogar sicher, dass Urlaub in Deutschland generell hochpreisig sein müsse. Ein Aufenthalt beispielsweise an der Küste sei eben nicht vergleichbar mit einem Urlaub in der Türkei, meint er und führt „höhere Sicherheitsstandards“ und die Sozialversicherung der Mitarbeiter an.

Für die höheren Kosten hätten die meisten Gäste auch Verständnis, erzählt Christine Bentz, Personalchefin im Ostseehotel Kühlungsborn, der „OZ“. Bei 80 bis 95 Prozent Auslastung an den Küsten sind die Sorgen an der Ostsee wohl auch eher gering.

Allein darauf können sich Gastgeber in Küstenfernen Gebieten der Ostsee-Region aber wohl nicht verlassen. Abseits der Küsten sei die Nachfrage deutlich niedriger, so Dehoga-Präsident Lars Schwarz. Dort hat der Preiskampf erst begonnen. (wip)