Rostock: Hansa-Fans mit widerlicher Aktion! Sie feierten den Tod eines Hamburger Polizisten

Hansa Rostock hat das Banner, das Fans im Ostseestadion zeigten, in einem Statement verurteilt (Symbobild).
Hansa Rostock hat das Banner, das Fans im Ostseestadion zeigten, in einem Statement verurteilt (Symbobild).
Foto: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Voelker

Eine wirklich widerwärtige Aktion hat am Wochenende in Rostock stattgefunden!

Mit dem Aufziehen eines Banners im Ostseestadion haben Fans des Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock am Sonntag für Empörung gesorgt. „Das, was dort gezeigt wurde, ist schlichtweg unfassbar, pietätlos und menschenverachtend“, sagte am Montag Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Torsten Renz (CDU).

Rostock: „Widerwärtige und menschenverachtende Hassbotschaft“

Das Banner hatte die Aufschrift „Einer weniger, ACAB!“ (All cops are bastards/Alle Bullen sind Schweine) und bezog sich laut Renz „respektlos und abfällig“ auf den Tod eines Polizisten aus Hamburg.

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Dieser war nach Angaben der Polizeigewerkschaft (DPolG) Hamburg bei einem Lehrgang in Mecklenburg-Vorpommern nach einer nächtlichen Belastungsübung im Alter von 24 Jahren gestorben (MOIN.DE berichtete).

Renz betonte, dass Distanzierungen und Entschuldigungen des Vereins nicht mehr ausreichten. „Ich erwarte, dass die Verantwortlichen mit aller Konsequenz Einfluss darauf nehmen, dass solche herabwürdigenden Banner gar nicht erst ins Stadion gelangen können.“ Hansa Rostock hatte am Montagvormittag in einem Statement das Banner verurteilt.

Der Landesvorsitzende der DPolG Hamburg, Thomas Jungfer, verurteilte „mit aller Schärfe die widerwärtige und menschenverachtende Hassbotschaft sogenannter Fußballfans“.

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Das ist Rostock:

  • Die größte Stadt unter den 84 Städten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern ist Rostock
  • Dort leben rund 209.000 Menschen (Stand: 2019)
  • Die Hafenstadt reizt doch ihre attraktive Lage an der Ostsee
  • Bekannt ist sie außerdem als Universitätsstadt mit der im Jahr 1419 gegründeten Uni
  • Rostock ist nicht nur ein beliebter Urlaubsort, sondern auch Wirtschafts- und Verkehrsknotenpunkt im Norden Deutschlands

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Wer den tragischen Tod eines jungen Menschen benutze, um seinen Hass gegenüber Polizisten auszuleben, verletze sehr den Anstand, das respektvolle Miteinander und das Werteverständnis in der Gesellschaft. „Wir werden es nicht zulassen, dass das Gedenken an einen Kollegen entmenschlicht und in den Dreck gezogen wird.“

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Jungfer forderte Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote (SPD) auf, Strafantrag zu stellen. Hansa Rostock sollte bei den Eltern des toten Polizisten um Entschuldigung bitten. Die Gewerkschaft erwarte zudem vom FC St. Pauli, bei dem Hansa Rostock am Sonntag zu Gast ist, ein positives Signal in Richtung Polizei.

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„Sie könnten sich von der Rostocker Aktion öffentlich distanzieren, mit dem Hinweis, dass so etwas in ihrem Stadion nicht geduldet wird“, sagte Jungfer der dpa.

MOIN.DE hat vor Kurzem mit einer Ann Christin von Allwörden aus Stralsund über ihre Arbeit als Polizistin gesprochen. Wie sie Beleidigungen wahrnimmt und darauf reagiert, erfährst du >>> hier. (dpa/kbm)