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Rügen: Dieser beliebte Ort sorgt für Gänsehaut – jetzt gibt es spektakuläre Neuigkeiten

Rügen: 5 Fakten über die größte deutsche Insel

Rügen hat einiges zu bieten...

Verwunschen liegt es da, seinen stummen Kampf gegen die Natur hat es schon lange aufgegeben: Das Schloss Dwasieden auf Rügen. Wer sich auch bei aberwitzigen Temperaturen (>>> hier mehr dazu) einer ausgewachsenen Gänsehaut hingeben will, kann in der Ruine des einstigen Prunk-Baus Stunden wohligen Gruselns erleben.

Der beliebte Lost-Place auf Rügen mit seinen leeren Fenstern, die wie tote Augen auf Baumkronen des Waldes rundherum glotzen, ein trauriges Zeugnis vergangener Äonen, wird gerne besucht – doch jetzt könnte damit Schluss sein.

Rügen und merkwürdige Geschäfte

Zuletzt nannte ein reichlich dubioser Immobilienkonzern das Schloss Dwasieden sein eigen. Während die ehemals weithin strahlende Palast-Anlage auf eine goldene Geschichte zurückblickt (>>> hier mehr dazu), stehen die letzten Eigentümer vor den Trümmern ihres Unternehmens.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 70.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

Die German Property Group (GGP) ist derzeit in einen milliardenschweren Immobilienskandal verwickelt, neuer Eigentümer ist laut „Ostsee-Zeitung (OZ)“ ebenfalls ein Riese aus der Branche.

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Rügen: Käufer erhält Zuschlag

Das etwa 84 Hektar große Gelände inklusive der Schlossruine unmittelbar an der Steilküste bei Sassnitz ist in die Hände eines bislang unbekannten Käufers gefallen, veräußert vom Insolvenzverwalter der GGP, Justus von Buchwaldt.

Schloss Dwasieden
Das Schloss Dwasieden auf Rügen bei Sassnitz. Foto: IMAGO / arguseye

„Ein Käufer hat den Zuschlag bekommen, damit ist das Bieterverfahren abgeschlossen“, gab eine Sprecherin zu Protokoll.

Die Summe, die über den Tisch ging, wollte sie nicht offenlegen. Zuletzt wollten die derzeit heftig umwindete GGP eine Thermalheilanstalt mit über 1.000 Betten in Sasssnitz aus dem Boden stampfen lassen. Daraus wurde nichts, und Entspannung wird mit der Gesellschaft derzeit weniger in Verbindung gebracht.


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Rügen: Brisante Flucht und neue Pläne

Denn GGP-Geschäftsfüher Charles Smethurst verschwand klammheimlich von der Bildfläche, nachdem Anleger Millionen in sein Geschäftsmodell gepumpt hatten. Seine Methode: Nachdem seine Gesellschaft für satte 18 Millionen Euro den Zuschlag für das Gelände samt Ruine in Sassnitz erhalten hatte, sammelte er Gelder von Investoren aus aller Welt, für einen Entspannungs-Tempel, der nur auf dem Papier existierte, wie die „OZ“ berichtet.

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Spannend wird es nun wohl auch rund um das Schloss Dwasieden: Denn die Anlage steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Bebaut werden dürfen nur die Flächen, die seit militärischer Nutzung durch die NVA versiegelt wurden.

Erbaut von 1873 bis 1877, genutzt von der Wehrmacht 1935 und gesprengt im Jahr 1948, haben die Mauern des ehemals reich ausgestatteten Schlosses einiges zu erzählen. Doch ob die Überreste im Wald von Sassnitz der Öffentlichkeit zugänglich bleiben – und in welcher Form, steht nun auf einem anderen Blatt. (wip)