Sylt: Urlauber machen Riesen-Fehler – jetzt gibt es diese dringende Warnung an alle

Der Hörnumer Hafen auf Sylt.
Der Hörnumer Hafen auf Sylt.
Foto: IMAGO / Torsten Helmke

In den vergangenem Jahren waren viele Urlauber auch nach Sylt gekommen, um die berühmte Kegelrobbe Willi zu sehen, die im Hörnumer Hafen 30 Jahre lang immer wieder Schaulustige anlockte.

Doch Anfang Oktober Willi verstarb und eine ganze Insel trauerte um das Maskottchen. Jetzt gibt es auf Sylt anscheinend einen Nachfolger von Willi. Allerdings gibt es eine dringende Warnung an Urlauber und Einheimische, denn Fehler aus der Vergangenheit sollen sich nicht wiederholen.

Sylt: Urlauber und Einheimische sind wegen IHM aus dem Häuschen

In einer Facebook-Gruppe für Sylt-Fans veröffentlichte eine Frau Bilder der neuen Kegelrobbe im Hörnumer Hafen. Es wurde auch schon ein Name für das Tier gefunden.

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„Wir taufen sie auf Robby“, schreibt die Einheimische unter ihrem Beitrag. Viele Gruppenmitglieder freuen sich: „Oh, ist der süß“, „Wie schön“, „Ach wie niedlich“, heißt es in den Kommentaren.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • bekannte Kurorte sind Westerland, Kampen und Wenningstedt
  • Sylt hat einen ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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Natürlich wollen jetzt viele Besucher, die gerade auf der Insel sind, sofort zur Baby-Robbe und diese in Augenschein nehmen.

Sylt: „Bitte seid vernünftig“

„So schön. Wir hoffen, dass wir ihn nächste Woche auch sehen“, schreibt eine Frau. Da das auch noch viele weitere Menschen machen wollen, besteht die Gefahr, dass das Tier übermäßig gefüttert wird – ein großer Fehler, der in der Vergangenheit leider immer wieder vorkam.

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Und das kommt gar nicht gut an: „Oh nö, geht das Füttern wieder los? Leute, bitte lasst es. Das sind und bleiben Raubtiere, die sich selbst um ihr fressen kümmern können. Bitte seid vernünftig“, fordert ein Mann.

Das finden auch weitere Gruppenmitglieder: „Es ist ja wirklich toll anzusehen, aber bitte nicht füttern!“, schreibt eine andere Frau. „Wir alle wissen, welche Gewichtsprobleme Willi hatte. Wir werden hier weiterhin in dieser Gruppe darum bitten (ja, vielleicht auch fordern) auf eine Fütterung zu verzichten! Jedes Foto der Robben/Seehunde im Hörnumer Hafenbecken fördert das Publizieren & Füttern, wir bitten das Füttern zu unterlassen!“, heißt es außerdem.

Sylt: Robben nicht locken, füttern oder anfassen

Eine dringende Warnung kommt auch von der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (MOIN.DE berichtete).

Menschen, die einer Robbe begegnen, sollen das Tier den Angaben zufolge auf keinen Fall anfassen, Hunde von ihm fernhalten und auf Abstand bleiben, damit die Mutter sich ungestört nähern kann.

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Man sollte also darauf verzichten, die Tiere zu locken, zu füttern oder gar anzufassen. Letzteres kann gefährlich werden für das Tier. (oa)