Usedom: Harmloses Foto von der Küste – es macht auf ein großes Problem aufmerksam

Ein eigentlich lustiges Foto von Usedom, das auf Facebook geteilt wurde, weist auf ein ernstes Problem hin (Symbolbild).
Ein eigentlich lustiges Foto von Usedom, das auf Facebook geteilt wurde, weist auf ein ernstes Problem hin (Symbolbild).
Foto: imago images/Leo

Im Winter freuen Küsten-Fans sich ganz besonders über stimmungsvolle Aufnahmen aus ihren liebsten Urlaubsorten. Auch Usedom ist da keine Ausnahme.

Kürzlich sorgte die Aufnahme einer Möwe auf Facebook für Begeisterung. Der Vogel sitzt vor einem Fenster und beobachtet einen Einheimischen von Usedom beim Essen.

Usedom: Fehlverhalten bringt Probleme mit sich

Festgehalten hat das lustige Motiv der Fotograf Axel Plate im Restaurant „Uwes Fischerhütte“ in Heringsdorf auf Usedom.

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„Ein geniales Foto... ich kann die Möwe verstehen“, kommentiert eine Frau. „Da ist jemand neidisch“, schreibt eine andere. Doch das harmlose Foto deutet ein ernsteres Problem an.

Immer wieder berichten Menschen an Nord- und Ostsee von Möwen-Attacken. Die Seevögel haben es dabei vor allem auf eines abgesehen: Futter. Ob Fischbrötchen, Pommes oder Eis: Um ihren Hunger zu stillen, schrecken die Tiere mittlerweile oft nicht mehr vor Menschenkontakt zurück.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck

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Auch die Möwe auf dem Bild von Axel Plate kommt regelmäßig an der „Fischerhütte“ vorbei. „Die Möwe wird Herbert genannt und hat auch schon mal da alles richtig abgeräumt“, berichtet Plate.

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In den sozialen Medien sorgen Berichte von aufdringlichen Möwen regelmäßig für hitzige Diskussionen. Während einige den Ärger nicht verstehen, sind viele Menschen der Meinung, dass die Tiere durch das regelmäßige Füttern von Menschenhand ihre Angst verlieren, somit zutraulicher und teils auch aggressiver werden.

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Usedom: Städte und Gemeinden verbieten Möwenfütterungen

In Stralsund hat die Stadt deshalb vor Kurzem strengere Maßnahmen beschlossen. Seit dem 1. Januar 2021 gilt an bestimmten Stellen ein Möwenfütterungsverbot – etwa an der Sundpromenade oder am Hafen (MOIN.DE berichtete).

Wer dagegen verstößt, kann mit bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Auch in Warnemünde oder in Zinnowitz auf der Insel Usedom ist das Füttern der Seevögel verboten. (mik)