Hamburg: Lagerfeld-Villa steht seit Jahren leer – doch keiner will sie kaufen!

In dieser Villa in Hamburg hauste einst Karl Lagerfeld, doch jetzt ist sie für viele Makler eine Herausforderung.
In dieser Villa in Hamburg hauste einst Karl Lagerfeld, doch jetzt ist sie für viele Makler eine Herausforderung.
Foto: Engel & Völkers/hfr & imago images / Everett Collection

Was würde wohl Modezar Karl Lagerfeld (85†) dazu sagen? Wäre er traurig, wäre es ihm egal? Der Verkauf seiner ehemaligen Villa in Blankenese ist zur Never-Ending-Story geworden. Dabei gilt sie als eine der schönsten Immobilien in Hamburg.

Seit Jahren wird die berühmte „Villa Jako“, die einst dem gebürtigen Hamburger Lagerfeld gehörte, weltweit auf dem Markt angeboten. Doch keiner wollte die Villa in Hamburg bisher haben.

Hamburg: Lagerfeld-Villa ist immer noch käuferlos

Zuletzt versuchte die Makler-Firma Engel & Völkers sein Glück, die Villa an den zahlungskräftigen Käufer zu bringen. Seit einiger Zeit hat ein weiterer Premium-Makler das Prachtstück in seinem Angebot. Im letzten Jahr noch für 9,85 Millionen Euro. Neuerdings sogar für satte 11 Millionen Euro.

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Warum die Preiserhöhung? Weder der Makler noch der Besitzer wollten bisher auf MOIN.DE-Anfrage etwas zu dem Objekt sagen. Das 1923 erbaute Anwesen mit einer Wohnfläche von 343 Quadratmeter und einer Nutzfläche im Souterrain von 237 Quadratmeter kann offenbar nur schwer verkauft werden.

Die Villa befindet sich auf einem 11.725 Quadratmeter großen Grundstück, das einem Park gleichkommt. Die beiden wichtigsten Faktoren, die die Attraktivität einer Immobilie ausmachen, sind nach wie vor die Lage und der Ausblick. Beides ist 1 a.

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Die Villa hat Elbblick und ist von außen nicht einsehbar. Hinzu kommt die hochwertige Gestaltung des Bauwerks.

Hamburg: Villa ist eine attraktive Immobilie

„Das Grundstück an sich ist absolut top, aber die Villa wirkt innen irgendwie verbaut“, erzählt ein Branchen-Insider. „Man könnte sie aber sehr gut als Event-Location, für Fotoshootings oder als Ausstellungsfläche nutzen.“

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Hinzu komme der Denkmalschutz, der sehr einschränke und verhindere, dass die Immobilie weiterentwickelt werden könne. „Für den hohen Preis kann ein Interessent in dieser Kategorie in Hamburg unter anderen attraktiven Häusern wählen.“

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Das ist Karl Lagerfeld:

  • Modedesigner, Künstler und Fotograf aus Hamburg
  • wurde 1933 in der Hansestadt geboren
  • ging 1953 zusammen mit seiner Mutter nach Paris
  • gewann bereits 1955 einen Preis für einen selbst entworfenen Wollmantel
  • arbeitete unter anderem für das bekannte Modehaus Chanel
  • Er kooperierte mit verschiedensten Unternehmen und entwarf so eine Kollektion für Hunde, Teddybären für Steiff oder eine extravagante Flasche für Coca-Cola und vieles mehr
  • Karl Lagerfeld starb am 19. Februar 2019 in Paris

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Und weiter: „Vielleicht findet sich irgendwann ein russischer Oligarch, der eine Prestige-Adresse sucht, der Freude an der imaginären Nähe zu dem Kosmopoliten Karl Lagerfeld hat, für den Geld keine Rolle spielt und dem das verspielte Ambiente gefällt.“

In der Tat ist die Ausstattung Geschmackssache und dürfte nicht jedem gefallen. Die sechs Meter hohen Decken haben teilweise vergoldete Stuckleisten und mit Blattgold verzierte Holzkassettendecken, Fischgrätenparkett und Marmorböden. Einige Wände sind handbemalt.

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Es gibt sechs Zimmer. Der Wohn- und Essbereich ist 76 Quadratmeter groß, hat bodentiefe Rundbogenfenster und erstreckt sich über die ganze Hausbreite. Von der überdachten Südterrasse hat man einen freien Blick zur Elbe und über das Treppenviertel.

Hamburg: Ausstattung ist Geschmackssache

Reizvoll ist die Immobilie allemal. Denn sie ist ein Unikat und hat eine klassisch hanseatische Historie: 1922 vergab der Bauherr, Schiffsversicherer Hermann Witte, den Auftrag an den Architekten Walther Baedeker, ein „römisches Heiligtum“ zu errichten.

Im Folgejahr war das „Heiligtum“ fertig und Witte zog ein, wohnte aber nicht lange darin. 1926 ging seine Unterkunft an Rechtsanwalt Alfred Schüler, der sie um eine zweite Etage aufstockte und Palmen im Garten pflanzen ließ.

Was sich in den Jahren danach dort abspielte, ist nicht überliefert. Als Karl Lagerfeld sein Domizil 1991 für angeblich vier Millionen Mark kaufte, hatte es bereits lange leer gestanden.

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Um seine neue Bleibe herauszuputzen, soll er noch einige Milliönchen hineingesteckt haben und benannte sie nach einem von ihm kredenzten Parfüm: „Villa Jako“.

Doch der Modezar war kaum in Hamburg und verlor das Interesse. 1998 verkaufte er sein Quartier an einen Hamburger Unternehmer. Ob der auch heute noch der Besitzer ist, will die Makler-Firma nicht öffentlich sagen.