Hamburg: Modell sagt Corona-Zahlen voraus – dieser Punkt löst große Sorgen aus

Ein Ökonom von der Universität hat ein Modell entwickelt, um die Corona-Zahlen in der Hansestadt zu berechnen (Symbolbild).
Ein Ökonom von der Universität hat ein Modell entwickelt, um die Corona-Zahlen in der Hansestadt zu berechnen (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius

Karl-Werner Hansmann von der Universität Hamburg hat ein Modell entwickelt, mit dem er die weitere Corona-Entwicklung in der Hansestadt berechnen kann.

Als Basis benutzt der Ökonom aus Hamburg eine eigens entwickelte Funktion aus seinem Fachbereich, die eigentlich zur Verbreitung von neuen Produkten auf dem Markt entwickelt wurde. Sie passe zur exponentiellen Verbreitung des Coronavirus.

Hamburg: Modell hat schon einmal funktioniert

„Von einem neuen Produkt begeisterte Kunden stecken durch ihre Kontakte immer mehr Interessenten an und bewegen sie zum Kauf. Das sorgt für eine exponentielle Entwicklung, die sich aber wieder verlangsamt, wenn die Zielgruppe zunehmend ausgeschöpft wird“, erklärt Hansmann dem „Hamburger Abendblatt“.

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Im Falle des Coronavirus werde die Entwicklung durch einen Lockdown gebremst. Dass die Formel funktioniere, bewies seine Prognose im vergangenen Jahr.

Hamburg: Modell sagt Ende der zweiten Welle voraus

Damals sagte Hansmann laut „Hamburger Abendblatt“ den Höhepunkt der Pandemie für Ende April/Anfang Mai voraus – tatsächlich wurde dieser sogar schon etwas früher erreicht. Deshalb glaubt er auch zu wissen, wann das Ende der zweiten Welle erreicht ist.

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Der Ökonom geht mit Blick auf sein Modell von einen Zeitraum zwischen April und Juni aus. Bis Ende März rechnet er noch mit einem steilen Anstieg der Gesamt-Infektionen.

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Hamburg: Inzidenz bereitet Sorge

Daher macht Hansmann auch Sorge, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg zuletzt schwächer abnahm. Die Gründe dafür kann er nur vermuten.

„Ist das schon die Wirkung der mutierten Virusvarianten oder halten sich Teile der Bevölkerung immer weniger an die Auflagen?“, fragt er.

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Warum Hansmann in seinem Modell nicht mit den Daten des Robert-Koch-Instituts arbeitet und was er über den Lockdown light sagt, kannst du >> hier beim „Hamburger Abendblatt“ lesen.