Veröffentlicht inNorddeutschland

Aida kippt wichtige Regel ab sofort – vielen Passagieren passt das gar nicht

Aida

Fünf spannende Fakten über den Kreuzfahrt-Riesen.

Der Herbst hat begonnen. Für die großen Reedereien wie die Aida und ihre Konkurrenten sowie alle Kreuzfahrt-Reisenden rückt das Thema Corona damit wieder näher in den Fokus.

Zunächst mal sieht es so aus, als würden die nächsten Wochen und Monate in Bezug auf Regeln entspannt werden: Die Aida schaffte jetzt sogar die Impfpflicht ab.

Aida ab jetzt ohne Impfpflicht

„Auf den meisten Aida-Reisen kann ab 17. September der Nachweis eines Impfschutzes gegen Covid-19 entfallen“, verkündete die Reederei (hier mehr dazu).

So ganz frei von der Impfpflicht will man sich dann aber doch nicht machen. Die neue Regel gelte insbesondere für Reisen, die kürzer als 16 Tage seien, hieß es weiter. Ausnahmen sind die Transatlantik-Reisen „Von Teneriffa nach Barbados“ und „Von Barbados nach Teneriffa“.

+++ Aida: Klassiker kehrt zurück an Bord – und sorgt für hitzige Diskussionen +++

Auch mehr als eine Woche nach der Ankündigung sorgt die Maßnahme noch für viele Diskussionen unter Aida-Reisenden. Das dürfte sich die nächsten Monate mit jedem größeren Corona-Ausbruch an Bord der Schiffe wiederholen…

Ein Reisender jetzt von einer wunderschönen Fahrt auf der „Aida Mar“ – mit der unschönen Begleiterscheinung, dass er seitdem mit einer Corona-Infektion flachliegt.

Die „Aida Mar“ in Warnemünde. Foto: IMAGO / Felix Abraham

Genau das wird auch noch vielen anderen Reisenden auf sämtlichen Kreuzfahrt-Schiffen in den nächsten Monaten blühen. Spätestens mit dem Wegfall der Impfpflicht bei kürzeren Reisen mit der Aida ist der Schutz vor Corona so gut wie vollständig in die Eigenverantwortung an Bord übergegangen. Und eben dort schert sich der allergrößte Teil der Reisenden überhaupt nicht mehr um irgendwelche Hygienemaßnahmen.


Daten und Fakten zu Aida Cruises:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2022) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe

Maßnahme sorgt für Diskussionen

Das alles begünstigt natürlich Ausbrüche in den nächsten Wochen und Monaten. Genau wie die Jahreszeit. Da sich die Menschen wieder vermehrt drinnen aufhalten, werden wohl auch wieder mehr Infektionsketten auftreten. Das wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Infizierte an Bord eines Kreuzfahrt-Schiffes gehen und das Virus dort weiterverbreiten.

Aktuell ist für Aida-Reisende lediglich vor Fahrtantritt ein „zertifizierter negativer Antigentest für alle Gäste ab 3 Jahren“ nötig.


Mehr News von der Aida:


Viele Kreuzfahrt-Passagiere zeigen Unverständnis darüber, dass Aida Cruises ausgerechnet jetzt im Herbst die Regeln lockerte. So zum Beispiel der Mann, der sich auf der schönen Fahrt mit der „Aida Mar“ infizierte und den Impfpflicht-Rückzieher „erschreckend“ findet. Viele andere wiederum begrüßen die Maßnahme in den Reaktionen auf seinen Beitrag ausdrücklich. Es entsteht, wie so oft, eine hitzige Corona-Diskussion voller Mutmaßungen, Empfehlungen, vermeintlichen Weisheiten und gegenseitigen Anschuldigungen.

In Deutschland steigen die Corona-Fallzahlen aktuell wieder leicht, bewegen sich aber noch in einem moderaten Rahmen. Die Inzidenz liegt bei 257,5. Viele äußern die Sorge, dass das Oktoberfest in München den Trend in den nächsten Wochen wieder steil nach oben schießen könnte.

In dieser Woche hat es laut Robert-Koch-Institut (RKI) bislang mindestens 634 Corona-Tote in Deutschland gegeben. Allein am Freitag (16. September) waren es 88.

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Twitter, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden.

In der Hansestadt Hamburg sind mittlerweile Impfungen mit dem angepassten Impfstoff gegen die Omikron-Variante möglich. Mehr dazu kannst du >>> hier lesen.