Kiel: Autofahrer erleben böse Überraschung – in der Nacht zuvor ging hier die Post ab

In Kiel sucht die Polizei nach Zeugen (Symbolbild).
In Kiel sucht die Polizei nach Zeugen (Symbolbild).
Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Wenn Menschen ihre Autos in Kiel auf der Straße parken, dann erwarten sie eigentlich nicht, dass diesen irgendetwas zustößt.

Doch was in Kiel in der Nacht zu Dienstag passierte, ärgert Autobesitzer. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Kiel: Polizei beobachtete einen Tatverdächtigen

Um 00.16 Uhr beobachtete eine Streife zunächst einen auffällig fahrenden Daimler-Benz in der Melanchthonstraße und dem Winterbeker Weg, der plötzlich eine männliche Person absetzte. Nach einer kurzen Verfolgung des Pkw im Stadtteil wurde plötzlich die abgesetzte Person mit einer weiteren sowie funkelndem Taschenlampenschein gesichtet.

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Das ist Kiel:

  • Kiel ist Landeshauptstadt und auch bevölkerungsreichste Stadt von Schleswig-Holstein
  • Hier leben rund 246.300 Menschen
  • Die Stadt ist ein bedeutender Stützpunkt der Marine
  • Kiel ist bekannt für den Handballverein THW Kiel und den Fußballclub Holstein Kiel
  • Jährlich lockt die Kieler Woche viele Besucher an

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Der 44-jährige Fahrer des Daimler-Benz wurde umgehend angehalten. Und siehe da: Er konnte keine Fahrerlaubnis nachweisen. Bei der Kontrolle stellten die beiden Beamten zudem fest, dass das Fahrzeug überhaupt nicht zugelassen war und stattdessen die angebrachten Kennzeichen zwei Monate zuvor in Aukrug entwendet worden waren.

Darüber hinaus erhärtete sich der Verdacht, dass der Fahrer unter dem Einfluss eines noch unbekannten Betäubungsmittels stand.

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Kiel: Geklaute Kennzeichen im Auto

Gemeinsam mit zwei Beamten des 4. Polizeireviers Kiel wurde der Wagen gründlich durchsucht. Dabei wurden verschiedenes Brechwerkzeug, zwei weitere Kennzeichen und eine Schreckschusswaffe gefunden.

Den 28-jährigen Mann mit der Taschenlampe traf eine Besatzung des 2. Polizeireviers Kiel an. Dieser und auch der Daimler-Fahrer waren bereits polizeilich bekannt. Bei ihm wurde eine Blutprobe entnommen und es wurde eine Strafanzeige gefertigt. Er muss sich nun für Urkundenfälschung, Kennzeichendiebstahl, Waffengesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren ohne Haftpflichtversicherung und unter Betäubungsmitteleinfluss verantworten.

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Kiel: Die Polizei sucht Zeugen

Am Kieler Südfriedhof stellten die Beamten zudem mindestens 13 weitere entwendete Kennzeichen fest. Für die Autofahrer ein Ärgernis: Tauchen die fehlenden Kennzeichen nicht wieder auf, müssen sie diese neben der Anzeige sperren und sich neue bei der Verkehrsbehörde ausstellen lassen. Damit einher geht oftmals die Neuausstellung der Fahrzeugpapiere und insgesamt Kosten von 30 bis 150 Euro.

Die Kriminalpolizei erbittet unter der Rufnummer 0431/160 3333 Hinweise der Bevölkerung, die in der Tatnacht auf weitere Zusammenhänge schließen lassen können oder die in der Nacht Auffälligkeiten beobachten haben. (mae)