Kiel: Forscher mit bahnbrechender Erfindung! Sie könnte schon bald zum Einsatz kommen

Der Fachhochschule Kiel ist ein Erfolg gelungen (Symbolbild)
Der Fachhochschule Kiel ist ein Erfolg gelungen (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Westend61

Ein Team von Wisschenschaftlern der Fachhochschule Kiel arbeitet an einem bahnbrechenden Projekt.

Die Forschungsgruppe in Kiel will eine Kraft nutzen, die unerschöpflich ist und direkt an der Küste zu finden ist – und setzt dabei auf ein simples Prinzip.

Kiel: Forscher bringen die Energiewende voran

Wie der NDR berichtet, wollen die Forscher die Energiewende mit neuer Technologie voranbringen – Wind- und Solarenergie sind soweit bekannt. Auch Kraftwerke mit Turbinen sind vielfach im Einsatz.

Doch die FH Kiel will die Kraft der Wellen nutzen, um Energie zu erzeugen. Die Idee an sich ist nicht neu, Wissenschaftler weltweit beschäftigen sich mit dem Prinzip.

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Doch in Kiel sind echte Pioniere am Werk. Das Projekt-Team hat im Labor des Instituts für Schifffahrt und maritime Technik einen beeindruckenden Versuch gestartet: In einem Wasserbecken werden künstlich Wellen erzeugt, darauf schwimmt eine Boje, die auf und ab hüpft.

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Das ist Kiel:

  • Kiel ist Landeshauptstadt und auch bevölkerungsreichste Stadt von Schleswig-Holstein
  • Hier leben rund 246.300 Menschen
  • Die Stadt ist ein bedeutender Stützpunkt der Marine
  • Kiel ist bekannt für den Handballverein THW Kiel und den Fußballclub Holstein Kiel
  • Jährlich lockt die Kieler Woche viele Besucher an

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Der Clou: Die Boje enthält einen länglichen Generator, der sich mithilfe eines Magnetfeldes bewegt. Der Schwimmkörper der Boje erzeugt, ähnlich wie bei einem Dynamo, Energie durch die Auf-und-Ab-Bewegung.

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Der Projekt-Mitarbeiter Andreas Glaß beschreibt den Vorgang so: „Sie müssen sich vorstellen, man zieht sich einen Schwimmreifen über. Wenn man jetzt in die Ostseewellen springt und diesen Schwimmreifen in den Wellen auf und ab bewegt, dann spürt man eine Kraft. Diese Kraft nutzen wir, um Strom zu erzeugen“, sagte er dem NDR.

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Noch laufen die Tests im Modell-Format ab, später werden die Bojen wohl bis zu fünf Meter hoch sein. Mit einem Durchmesser von nur einem Meter fallen die Mini-Kraftwerke dann auch nicht sonderlich auf.

Projektleiter Professor Christian Keindorf setzt auf möglichst wenig Material: „Wir wollen die Wellenenergie direkt in elektrische Energie umwandeln, mit möglichst wenigen Komponenten dazwischen – das ist die Innovation.“

In eineinhalb Jahren soll die Boje in Originalgröße auf dem Meer getestet werden – und bei Erfolg könnten sie schon bald die Bewohner von Nordsee-Inseln wie Sylt oder Helgoland mit Strom versorgen. (wip)