Kiel: Fahrradfahrer sorgen für Ärger! Gegen dieses Problem warnen jetzt sogar Plakate

Ärger in Kiel! Fahrradfahrer bereiten hier große Sorgen (Symbolbild).
Ärger in Kiel! Fahrradfahrer bereiten hier große Sorgen (Symbolbild).
Foto: imago images/Christian Grube

Den Behörden in Kiel reicht es. Was viele Fahrradfahrer hier treiben, geht gar nicht. Es wird immer mehr: Fahrradgeisterfahrer.

Eine gefährliche Sache, die viele Unfälle verursacht. Deswegen will die Stadt Kiel nun mit einer Plakat-Aktion auf die Fahrer aufmerksam machen.

Kiel greift zu DIESER Maßname

In Kiel fahren viele Radfahrer auf der falschen Straßenseite, das ist nicht nur dort ein großes Problem. Nach Angaben der Landespolizei hat es im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein knapp 470 Unfälle mit Fahrradgeisterfahrern gegeben. Rund 80 davon seien in Kiel passiert, sagt Polizist Jens Hamann gegenüber dem NDR.

Eigentlich legt der Straßenverkehrsordnung (StVO) fest, dass Fahrradfahrer nur den rechten Fahrstreifen benutzen dürfen, wenn es in jeder Fahrtrichtung einen Radweg gibt. Aber zu viele halten sich daran nicht.

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Das ist Kiel:

  • Kiel ist Landeshauptstadt und auch bevölkerungsreichste Stadt von Schleswig-Holstein
  • Hier leben rund 246.300 Menschen
  • Die Stadt ist ein bedeutender Stützpunkt der Marine
  • Kiel ist bekannt für den Handballverein THW Kiel und den Fußballclub Holstein Kiel
  • Jährlich lockt die Kieler Woche viele Besucher an

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Kiel: Es könnte teuer für die Fahrradfahrer sein

Die Beamten wollen jetzt mit einer Plakataktion gegensteuern. „Wir haben jetzt im Kieler Stadtgebiet zunächst einmal zehn Orte ausgesucht, wo wir gesagt haben, dort fahren zu viele Radfahrende auf der falschen Seite“, erklärt Jens Hamann.

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Auf den Schildern in Kiel ist ein Geist zu sehen, der Fahrrad fährt, umrandet von einem roten Kreis. Wenn Hamann einen Fahrradgeisterfahrer erwischt, sind die Antworten meist ähnlich. „Bei einigen ist es tatsächlich Unkenntnis. Aber es gibt eben auch einige, die es darauf anlegen und sagen: 'Wieso, das ist für mich der kürzeste Weg.' Die wollen das dann nicht einsehen“, sagt Hamann dem NDR.

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Die neue Plakat-Aktion soll jetzt viele Menschen erreichen, damit es erst gar nicht zu Falschfahrern kommt. Sie gefährden nicht nur den Verkehr, sondern es wird auch teuer: Die Strafe liegt aktuell zwischen 20 und 55 Euro, wie der NDR berichtet. (mae)