Sylt: Foto vom Strand sorgt für Diskussionen – „Hier wird nur gemeckert“

In Hörnum auf Sylt hat eine Frau am Strand ein Foto gemacht, das für Diskussionen sorgt.
In Hörnum auf Sylt hat eine Frau am Strand ein Foto gemacht, das für Diskussionen sorgt.
Foto: imago/Frank Sorge

Diese Aufnahme einer Frau auf Sylt sorgt für eine unverhoffte Diskussion! Darauf zu sehen: Ein kleiner Seehund, der in Hörnum am Strand liegt. Doch leider ruht er dort vermutlich nicht bloß.

Vielmehr ruft er auf Sylt nach seiner Mama. Es könnte sich um einen sogenannten Heuler handeln – das sind Jungtiere, die ihre Mutter verloren haben oder von ihr zurückgelassen wurden. Und genau da kommt das Foto ins Spiel.

Sylt: Aufnahme sorgt für Diskussion

Denn das Bild erweckt den Eindruck, als wäre die Frau dem Seehund ziemlich nah gekommen. Darauf weisen die Menschen in einer Sylter Facebook-Gruppe hin. „Immer mindestens 30-40 Meter Abstand halten!“, schreibt eine Frau. Eine andere spricht von „Minimum fünf Metern“. Aber was ist denn jetzt richtig und warum ist das so wichtig?

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Die Insel ist für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen
  • Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete

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Richtig ist: Wenn du ein verwaistes Jungtier am Strand entdeckst, solltest du mindestens 300 Meter Abstand halten! Das ist die Empfehlung der Seehundstation Norddeich. Außerdem gilt, dass das Tier auf keinen Fall angefasst werden darf.

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Denn so legt sich der Duft des Menschen auf den jungen Seehund – und dann kann die Mutter, sollte sie doch zurückkommen, ihr Kind nicht mehr finden. Außerdem solltest du den Fundort schnellstmöglich wieder verlassen und die nächstgelegene Seehundstation informieren. Diese prüft dann, ob es sich tatsächlich um einen Heuler handelt.

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Ist die Fotografin dem Seehund auf Sylt zu nah gekommen?

Nun aber zurück zu dem Foto: Ist die Fotografin dem Tier also zu nah gekommen und für ihr Foto ein Risiko eingegangen? Die Antwort findet sich in folgendem Kommentar:

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„Was ist, wenn es ein Weitwinkelobjektiv auf Zoom war und kein Handyfoto?“, fragt eine Frau. Darauf antwortet die Beitragserstellerin mit einem „endlich“ – und bestätigt damit, dass diese Vermutung richtig ist.

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Auch eine andere Frau kann die ganze Kritik nicht nachvollziehen: „Oh bitte, da macht jemand ein wirklich süßes Foto und hier wird nur gemeckert."

Lehrreiches Foto auf Sylt

Auch sie weist daraufhin, dass man mit Handys und Kameras zommen kann. „Freut euch doch einfach mal über die kleinen/schönen Dinge. Danke für das tolle Foto“, fügt die Frau hinzu.

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Und so hat die Aufnahme doch gleich zwei positive Aspekte: Einerseits ist das Foto schön anzusehen, andererseits macht es auf ein Problem aufmerksam und ist damit für den ein oder anderen sicher lehrreich. (mk)