Hamburger SV: Ex-Profi mit vernichtender Kritik – „Muss man ganz klar so sagen“

5 Gründe, warum der HSV der sympathischste Verein Deutschlands ist

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Hamburg. Das hatten sich die Verantwortlichen des Hamburger SV sicherlich anders vorgestellt haben. Diese Saison sollte den Rothosen endlich der langersehnte Aufstieg in die 1. Bundesliga gelingen.

Rechnerisch ist zwar noch alles drin, die besten Chancen werden sich beim Hamburger SV jedoch nicht mehr ausgemalt. Nun geht sogar ein Ex-Profi konsequent mit dem HSV ins Gericht. Seine Kritik wirkt vernichtend.

Hamburger SV: Ex-Profi Hunt findet klare Worte

Die aktuelle Situation ist für Ex-HSV-Profi Aaron Hunt keine Unbekannte. Er selbst kämpfte mit den Hanseaten drei Mal um den Aufstieg. Drei Mal ging der 35-Jährige leer aus. Das könnte auch diese Saison wieder passieren. Wie so oft startete der HSV gut in die Saison, doch gar schon traditionell fehlt hinten raus die Puste. Vier Spiele vor Schluss fehlen der Mannschaft von Cheftrainer Tim Walter bereits fünf Punkte auf die Relegation.

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Ganz abschreiben will Hunt das Thema allerdings noch nicht. „Solange es rechnerisch möglich ist, hat man noch Chancen“, sagte er in einem „Sky“-Interview. „Es spricht vieles dagegen wie ihre aktuelle Form oder ihr Auftreten im Moment. Sie haben nur eine Chance, wenn sie jedes Spiel gewinnen. Sie brauchen die 15 Punkte“, stellt Hunt klar. Einen Unterschied zu seiner Zeit beim HSV stellt er dennoch fest.

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Hunt mit mahnenden Worten – „Ein Zeichen der Qualität“

„Diese Saison muss man differenzierter sehen als die anderen Jahre. Ich habe viele Spiele gesehen und ich fand den HSV in dieser Saison auch in der Hinrunde nicht so überzeugend wie in den Vorjahren“, erklärt Hunt weiter. „Ihre Spielweise ist auch schön anzusehen, aber letztendlich muss man sagen, dass kaum Spiele dabei waren, in denen sie 90 Minuten vollends überzeugt haben.“

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Das ist Aaron Hunt:

  • Geboren am 04.09.1986 in Goslar
  • Position: Offensives Mittelfeld
  • Größe: 1,83 Meter
  • Wurde in der Nachwuchsakademie von Werder Bremen ausgebildet
  • Schaffte 2004 den Sprung zu den Profis
  • Wechselte 2014 zum VfL Wolfsburg und 2015 zum Hamburger SV
  • Nach sechs Jahren bei den Rothosen war dann Schluss. Im Sommer 2021 verließ Hunt den HSV
  • Im Februar 2022 beendete Hunt dann seine Karriere

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Dann wird der Ex-Profi, der selbst sechs Jahre das HSV-Trikot trug, mehr als deutlich: „Ich glaube, das ist auch ein Zeichen der Qualität, Leistung abzurufen, wenn es drauf ankommt.“ Dann setzt Hunt zum bitteren Schluss an: „Es ist keine Qualität, die Leistung nur in der Hinrunde abzurufen, sondern es ist eine Qualität, wenn man auch in der Rückrunde performt. Das hat vielleicht nicht jeder Spieler. Das muss man vielleicht so klar sagen.“

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Auf den HSV wartet die Mammutaufgabe

Worte, die vielen Fans aus der Seele sprechen könnten. Die Euphorie war wie jedes Jahr groß. Noch kann es der Hamburger SV schaffen, es gleicht jedoch einer Mammutaufgabe. So wirkt es nicht völlig absurd, dass auch nächste Saison die 2. Bundesliga zurück in den Volkspark kommt. Trotz der eher enttäuschenden Saison kann der HSV seinen Fans dennoch ein Lächeln ins Gesicht zaubern (Hier mehr erfahren). (fp)