Aida: Massenweise Passagiere haben immer wieder ein Problem an Bord – „Lassen unsere 8-Jährige vorausgehen“

Aida: Viele Menschen haben mit diesem Problem zu kämpfen!
Aida: Viele Menschen haben mit diesem Problem zu kämpfen!
Foto: IMAGO / Westend61, IMAGO / blickwinkel

Die Riesen-Dampfer von Aida sind nicht gerade dafür bekannt, besonders übersichtlich zu sein. Früher waren sie kleiner, doch die neueren Modelle wie die „Aida Perla“ oder die „Cosma“ sind echte schwimmende Paläste.

Massenweise Passsagiere der Aida-Schiffe haben deshalb ein Problem an Bord – und verlassen sich dabei sogar nur noch auf ihre Kinder.

Aida-Passagiere haben mit Problem zu kämpfen

Ein Facebook-Beitrag macht Aida auf das Problem aufmerksam. Auf einem Foto ist der bunte Deckplan zu sehen. Dazu schreibt die Reederei: „Wer von euch verliert an Bord immer die Orientierung und ist deshalb ständig am Deckplan zu finden?“

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2021) besteht die Flotte aus 13 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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In den Kommentaren melden sich viele Kreuzfahrt-Fans zu Wort. „Kommt schon mal vor“, schreibt eine Urlauberin. Eine andere scherzt, dass das gar nicht so dramatisch sei, „wenn auf dem Irrweg eine Bar liegt.“ Amüsieren tut sich auch ein Passagier mit dieser Aussage: „Ich verlauf mich ständig.“ Immer wolle er zum Sport, „und lande dann doch wieder beim Essen.“

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Eine Frau gesteht, dass sie „meistens erst am Ende der Fahrt geschnallt“ habe, wo es längs ginge. Und ein Mann schreibt, dass er die ersten Male ab und zu mal auf den Deckplan habe gucken müssen. Viele berichten auch, dass sie nur die ersten paar Tage an Bord mit ihren Orientierungssinnen zu kämpfen hätten.

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Die Größe der Schiffe macht demnach so einigen Urlaubern zu schaffen. Es gibt aber welche, die auch eine Lösung für das Problem gefunden haben. Eine Familie gibt den Tipp: „Wir lassen unsere 8-Jährige voraus gehen.“ Die kenne sich nämlich auf Grund der Schnitzeljagden mit dem KidsClub super aus auf dem Schiff. Kinder haben anscheinend einen besseren Orientierungssinn, denn die Familie ist mit ihrer Idee nicht die einzige.

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Die Deutschen lieben Kreuzfahrt-Urlaub:

  • Insgesamt unternahmen im Jahr 2018 rund 2,73 Millionen deutsche Passagiere eine Kreuzfahrt. Der Großteil davon entschied sich für eine Hochseekreuzfahrt, vor allem mit Aida und Tui („Mein Schiff“).
  • Am beliebtesten sind Kreuzfahrten mit weitem Abstand bei US-Amerikanern, gefolgt von Chinesen – dann folgen die Deutschen.
  • Über 30 Prozent der weltweiten Kreuzfahrtschiffe werden in der Karibik eingesetzt, damit ist sie vor dem Mittelmeer das beliebteste Fahrtgebiet.
  • Die beliebtesten Fahrtgebiete unter den deutschen Kreuzfahrern sind Nordeuropa und das westliche Mittelmeer.
  • Der Begriff hat seinen Ursprung in dem niederländischen Wort „kruiser“ aus dem 17. Jahrhundert, der ein kreuzendes (im Sinne von hin und her fahrend) Schiff bezeichnete.
  • Dank des Kreuzfahrt-Booms der vergangenen Jahre ist Deutschland heute ein Werftenstandort von weltweitem Rang.
  • In der öffentlichen Wahrnehmung werden aber immer auch die hohen Belastungen für Mensch und Umwelt durch Kreuzfahrtschiffe betrachtet.

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Eine weitere Frau kommentiert, dass sie grundsätzlich immer in die falsche Richtung gehen würde. „Wenn ich mal kurz zur Kabine wollte, meinte meine 8-jährige Nichte, sie komme mit.“ Mit dieser Hilfe kam sie dann wohl auch an ihrem Ziel an.

Verlaufen auf der Aida hat Vorteile

Wer also Orientierungsprobleme auf den Kreuzfahrt-Giganten hat, sollte in Zukunft nur noch mit Kindern an Bord gehen, die einem dann aus der Patsche helfen können.

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Andererseits, wie eine Frau anmerkt, sei es auch nicht so schlimm, sich hin und wieder mal zu verlaufen. Schließlich gebe es „doch immer was zu entdecken.“ Das ist natürlich auch eine gute Einstellung! (fk)